Hanns Zischler

Der Bleistift

Cover: Der Bleistift
Residenz Verlag, Salzburg 2025
ISBN 9783701736461
Gebunden, 64 Seiten, 15,00 EUR

Klappentext

Mit Illustrationen von Hanna Zeckau. Die Neuzeit, so Hanns Zischler, beginnt ebenso mit dem Bleistift wie mit dem Buchdruck. So alltäglich wie unverzichtbar, prägt der Bleistift unsere Handschrift, wir brauchen ihn für die schnelle Notiz, die Unterstreichung in unseren Büchern, für Zeichnungen und Listen. Wir lieben seine unterschiedlichen Härten und Spitzen - und die Tatsache, dass sich seine Spur wieder beseitigen lässt. Von der Entdeckung des Graphits 1564 über die industrielle Fertigung seit dem 18. Jahrhundert bis in unsere Zeit reicht die spannende Geschichte des Bleistifts. Unterwegs werden "Bleistiftgebiete" erforscht, das neue Genre der Skizze erfunden, wir begegnen Alice im Wunderland und lernen alles über einen "parasitären Verbündeten": den Radiergummi.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2025

Gern liest Rezensent Hannes Hintermeier Hanns Zischlers kleine Geschichte des Bleistifts. Der Essay verfolgt, lesen wir, die Geschichte des Schreibgeräts durch die Jahrhunderte, seine Ursprünge liegen in Großbritannien, zum Welterfolg wurde er jedoch dank einer Firmengründung in Nürnberg, Zischlers Geburtsstadt. Auf technische Details der Fertigung von Bleistiften bei Faber-Castell und anderswo geht Zischler kaum ein, beschreibt Hintermeier, stattdessen interessiert sich der Autor, zum Beispiel, für die dem Bleistift inhärente Brutalität. Außerdem flaniert Zischler laut Hintermeier durch die Bleistiftliteratur von, unter anderem, Robert Walser und Nabokov, auch die Rolle des schmalen Stifts in der bildenden Kunst wird beleuchtet. Insgesamt scheint Hintermeier Zischlers Bleistift-Gedanken durchaus zu goutieren.