Aus dem Englischen von Daniel Beskos. Hannah Ross erzählt die Geschichte des Fahrrads aus weiblicher Perspektive. Sie führt uns von den Anfängen des Radfahrens im 19. Jahrhundert, als Frauen unglaubliche Widerstände überwinden mussten, bis in die Gegenwart und rund um die Welt, von Europa und den USA bis in den Nahen Osten, nach Indien und Australien. Die inspirierenden Lebensgeschichten vieler außergewöhnlicher Rad-Pionierinnen, Rennfahrerinnen, Feministinnen und Abenteurerinnen zeigen, warum eine selbstbestimmte Position der Frau von Beginn an mit dem Radfahren verknüpft war: Das Fahrrad als echte "feministische Freiheitsmaschine".Ross berichtet von dem Glück, das wir durch das Radfahren erleben und davon, wie schon eine kleine Radtour ein ganzes Leben verändern kann.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 25.03.2022
Rezensentin Edelgard Abenstein rauscht mit viel Schwung durch Hannah Ross' Geschichte des Fahrrads als Mittel und Motiv weiblicher Selbstermächtigung. Spannend und anschaulich, so Abenstein, erzählt die Autorin darin von den ersten Frauen, die sich gegen ärztliche Bedenken und männlichen Protest auflehnten und auf die Sattel schwangen, von britischen Suffragetten, niederländischen Widerstandskämpferinnen und iranischen Frauenrechtlerinnen, die das Rad für ihren politischen Protest nutzten, und natürlich auch von berühmten Sportradlerinnen und Trophäenjägerinnen. So macht Ross erzählerisch nachvollziehbar, lesen wir, welche ungeheuer große Rolle das neue Fortbewegungsmittel für die Frauenbewegung gespielt hat. Leider fehlt es "Revolutions" allerdings an einem Literaturverzeichnis, was die Anwendbarkeit des Buches einschränkt, bedauert die Rezensentin. Auch hätte eine klare Leitthese dem Text gutgetan, findet Abenstein. Doch diese Mängel werden durch Ross' lebendigen Stil wieder ausgeglichen, sodass die Rezensentin dieses Buch mit Überzeugung empfehlen kann.
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