Klappentext
Beim Besuch im Dinomuseum passiert etwas ganz Schreckliches. Juri erschrickt sich und stößt gegen - oje - ein riesiges Brachiosaurus- Skelett. Was für eine kolossale Katastrophe! Erst fühlt es sich an, als würde es nie wieder gut werden … Aber dann erinnert sich Juri, wie man am besten mit schwierigen Situationen umgeht: tief durchatmen und um Hilfe bitten. Alle packen an, und so wird aus dem Knochenhaufen ein kolossales Kunstwerk! Hannah Brückner zeigt in ihrer temporeichen Geschichte, wie aus einer schwierigen Situation kreative und unerwartete Lösungen entstehen.
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.07.2025
Gleich drei Neuerscheinungen aus dem Kinderbuch-Bereich bespricht Kritikerin Eva-Christina Meier: Die Illustratorin Hannah Brückner widmet sich mit "Kolossale Katastrophe" in pastelliger Manier dem Dinomuseumsbesuch des kleinen Juri. Juri schaut sich gemeinsam mit seinem Vater bei den Skeletten um, als ein Wellensittich ihn erschreckt und er nach hinten ausweicht und damit ein ziemlich großes Exponat zu Fall bringt, erfahren wir. Meier freut sich, dass Brückner nicht nur die Dinos zeigt, sondern auch den mutmachenden Umgang Juris mit den Geschehnissen. Karla, der Protagonistin von Ayse Klinges neuem, kräftig-dynamischen Comic "Der Zahn", wächst hingegen einfach ein Fangzahn - sie tut sich nun zunehmend schwer damit, ihr Doppelleben zwischen vampirischer Familie und menschlichem Freundeskreis aufrechtzuerhalten, so die Rezensentin. Ihr gefällt, wie Klinge mit der Geschichte um Karla, die nicht auf die Vampir-Akademie möchte, wichtige Themen wie das Anderssein und den Wunsch nach Zugehörigkeit humorvoll aufgreift. Herman van de Wijdeven widmet sich in "Die schlechteste Idee in der Geschichte der schlechten Ideen" der Freundschaft der beiden elfjährigen Jungs Juri und Bent aus der Perspektive von letzterem, der bei seiner alleinerziehenden Mutter aufwächst und mit seinem Freund allerhand Mutproben unternimmt, die immer gefährlicher werden, liest Meier. Ihr gefällt, wie realistisch und komplex Wijdeven zeigt, was es mit der Freundschaft macht, dass ein neuer Mitschüler als Rivale auftaucht und Juri seine Macht gegenüber Bent auslebt.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.06.2025
Ein kolossales Bilderbuch ist Hannah Brückner auch hier wieder gelungen, jubiliert Rezensentin Christine Knödler. Dass sich gleich zu Beginn eine Katastrophe ankündigt, sollte die jungen Leser keineswegs abschrecken, meint Knödler, denn sie werden sogleich mit einem ausgewachsenen Dinosaurier bekannt gemacht. Und zwar bei einem Museumsbesuch von Juri und dessen Mutter. Im Laufe der Geschichte geht, verrät Knödler, das dort ausgestellte, riesige Dinosaurierskelett zu Bruch. Aber, lernt man hier, wenn etwas schiefgelaufen ist, und zwar so richtig, lohnt es sich, andere Menschen um Rat zu fragen, und am Ende kommt in diesem auch aus paläontologischer Sicht interessanten Buch etwas sehr Kreatives heraus. Toll findet Knödler auch die zugehörigen Bilder, die in Pastellfarben gehalten sind und gekonnt mit Größen- und Farbkontrasten spielen. Insgesamt ein ziemlicher Triumph, dieses Buch, frohlockt Knödler.
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