Herausgegeben von Klaus Reichert. H. C. Artmanns Zauber wirkt noch immer unvermindert und nirgends stärker, überraschender und facettenreicher als in seiner Prosa. 1800 Seiten, und in jeder Zeile der sprühende Geist, der immense Reichtum an Formen und Einfällen, die subtile Komik einer Ausnahmeerscheinung der österreichischen Literatur.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.02.2016
Rudolf Neumaier kann gar nicht sagen, wie zauberhaft er H.C. Artmanns Texte findet. Gleich ob er ihn versteht oder bloß staunt über Artmanns geheimsprachlichen Wiener Unterschichtsdialekt, ob es sich um authentische Miniaturen handelt oder reinen und herben Artmann-Barock, den ihm übrigens das Nachwort bestens erläutert, stets fühlt sich der Rezensent blendend unterhalten. Nur eben auf Artmann-Art, heißt, mit bizarrsten Charakteren, surrealen Begebenheiten und Bildern, die noch nie ein Mensch gesehen hat, und nicht etwa mit handelsüblichem Humor und herkömmlicher Spannung. Neumaier lädt ein zu einer Pause von der Welt.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Ben Lerner: Transkription Aus dem amerikanischen Englisch von Nikolaus Stingl. Er reist an die US-amerikanische Ostküste, um das letzte Interview mit seinem neunzigjährigen Mentor Thomas zu führen,… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als…