Herausgegeben und mit einem Vorwort von Philippe Despoix. Auch wenn Gustav Landauer in erster Linie als politische Figur gesehen wird, so war er doch vor allem Literat. So ist zwar das entsetzliche Ende des Sozialreformers während der Münchner Räterepublik sowie seine enge Beziehung zu Martin Buber und zu Erich Mühsam noch bekannt, nicht aber seine literarische Tätigkeit. "Ich war niemals politisch, immer nur antipolitisch tätig", heißt es in einem seiner Briefe von 1906. Ebenso wie Wedekind und Hofmannsthal, die sexuelle Tabus zum Stoff ihrer Dramen machten, wußte auch Landauer, daß, dem Unbewußten Wirklichkeit einzuräumen, uralte Gesetze in Frage stellen würde. Als "antipolitischer Mensch" bleibt der philosophische Essayist und Schriftsteller Landauer innerhalb der Geschichte des deutschen Schrifttums noch zu entdecken.
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