Konzeption Klaus Sander und Hilmar Schmundt. Erzähler: Stephan Kempe, Herbert W. Franke, Günter Stummer, Dieter Weber, Robert Schmittner, Andreas Pflitsch. Laufzeit: 158 Min. Noch heute wissen wir in mancherlei Hinsicht mehr über die Oberfläche des Mars als über die Landschaften unter unseren Füßen. Denn dort unten muss fast jeder Meter an Neuland noch mühsam mit dem eigenen Körper erforscht werden, hängend im Nichts an dünnen Seilen, kriechend auf allen Vieren durch glitschige Gänge, auf dem Bauch robbend in lehmigen Engstellen, ohne Licht, ohne Karten, ohne Funkverbindung. Höhlen liegen oft direkt unter unseren Füßen, ohne dass wir es auch nur ahnen. Allein in Deutschland gibt es rund neuntausend, viele noch kaum erkundet. Sechs führende Speläologen berichten von ihrer Faszination an der Unterwelt. Von den chemischen und physikalischen Grundlagen der Höhlenentstehung.Von archäologischen Schädelfunden in den Wasserhöhlen Mexikos. Von Wunderkammern aus Eiszapfen und Stalagmiten in Österreich. Von jüngst neu entdeckten Tierarten. Und von der eigenartigen Wirkung auf das Denken, Fühlen und Handeln von Expeditionsgruppen, wenn sie gemeinsam für mehrere Tage mit Leitern, Seilen und Schlafsäcken in die totale Finsternis hinabsteigen. Eine ihrer Grußformeln lautet: Glück tief!
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2015
Anja Hirsch lässt sich anstecken vom Höhlenfieber mit diesem Hörsachbuch der, wie sie findet, besonderen Art. Wie es sich anfühlt tagelang in der Dunkelheit einer Höhle weilen, seltene Minerale zu entdecken oder Milben, dann wieder aufzutauchen ans Licht, das erfährt sie aus erster Hand, leichthin berichtet und gespickt mit Wissen von Experten, wie sie sichtlich fasziniert erläutert. Was die "echten" Höhlenforscher antreibt und erleben und was die Wissenschaft über Höhlen dachte und denkt, lässt sich laut Hirsch auch nachlesen in einem umfangreich und liebevoll gestalteten Begleitbuch mit Karten, Fotos und Diagrammen.
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