Gisela Brünig, Leif Edvinsson

Aktivposten Wissenskapital

Unsichtbare Werte bilanzierbar machen
Cover: Aktivposten Wissenskapital
Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler, Wiesbaden 2000
ISBN 9783409115407
Gebunden, 224 Seiten, 34,77 EUR

Klappentext

Zwischen Markt- und Buchwert eines Unternehmens klafft eine Lücke. Die herkömmlichen Grundsätze der Unternehmensbewertung reichen nicht mehr aus, den "wahren" Wert eines Unternehmens zu ermitteln, da dieser mittlerweile bis zu 90 Prozent aus immateriellem Vermögen besteht. Das Wissenspotential der Mitarbeiter, die Qualität der Kundenbeziehungen, das organisatorische Wissen und die Innovationsfähigkeit sind das "Intellectual Capital" eines Unternehmens: sein "Wissenskapital". Leif Edvinsson ist der erste Corporate Director Intellectual Capital beim schwedischen Finanzdienstleister Skandia, der eine Vorreiterrolle in der Darstellung der verborgenen Unternehmenswerte inne hat. Edvinsson entwickelte ein System, das Finanzparameter in Relation setzt zu Organisationsstruktur, Prozessdenken und Innovationsbereitschaft.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.09.2000

Nach Hartmut Kreikebaums Ansicht bietet dieses Buch "wertvolle Hinweise für den Umgang mit der Ressource Wissen". Dabei gefällt ihm, dass die Autoren von der Frage ausgehen, warum die üblichen Geschäftsberichte so wenig aufschlussreich sind und die wesentlichen Aspekte wie "Humankapital, immaterielle Vermögenswerte und Kundenbeziehungen" darin keine Rolle spielen - obwohl sie von erheblicher Bedeutung für die Unternehmen sind. Dass es auch anders geht, werde hier an dem Geschäftsbericht der skandinavischen Versicherungsgesellschaft Skandia AFS gezeigt, die 1995 erstmals einen "Jahresbericht Intellectual Capital" vorgelegt hat. Zwar bleiben, wie Kreikebaum anmerkt, in diesem Buch manche Fragen "inhaltlicher und methodischer Art" offen. Insgesamt lobt er jedoch die plausible Erläuterung, wie intellektuelles Kapital für einen Geschäftsbericht ermittelt und dargestellt werden kann. Auch die selbstkritischen Anmerkungen der Autoren weiß der Rezensent durchaus zu schätzen.