Von Ute Frevert, Christian Bailey, Pascal Eitler und anderen. Gefühle sind so alt wie die Menschheit. Aber was wissen wir über sie und welche Bedeutung messen wir ihnen bei? In diesem Band werden wissenschaftliche und gesellschaftliche Debatten analysiert, die Europäer seit dem 18. Jahrhundert über Affekte, Leidenschaften, Empfindungen und Emotionen führten. Dabei zeigt sich, wie eng dieses Gefühlswissen mit den sozialen, kulturellen und politischen Strukturen moderner Gesellschaften verknüpft ist und wie es sich mit ihnen wandelt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2011
Quellen für die hier angestrengten Rekonstruktionen historischen "Gefühlswissens" sind deutsche, englische und französische Lexika der vergangenen zweieinhalb Jahrhunderte, berichtet Rezensentin Manuela Lenzen. Und es handelt sich um äußerst wertvolle Quellen, wie die Kritikerin versichert, da sie Zeugnis von längst "vergessenen, doch bitter nötigen Diskursen" ablegten. Dass die epochal dominierenden Gefühlsbegriffe sich einer Orientierung an den jeweiligen Leitwissenschaften verdankten - der Theologie und Philosophie im 18., der Medizin und den Naturwissenschaften im 19., der Psychologie im 20. Jahrhundert - hätten die Autoren plausibel herausgearbeitet, schreibt Lenzen. Dabei sei dieser Sammelband nicht nur dazu angetan, historische Neugierde zu befriedigen. Vielmehr drängt sich der Rezensentin die Schlussfolgerung auf, dass wahrscheinlich auch unser heutiger - im historischen Vergleich durchaus defizitärer - Kenntnisstand über Emotionen nicht der Weisheit letzten Schluss darstellt.
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