Sommer, die schönste Jahreszeit: Die ungewohnten Temperaturen treiben ihre Figuren zu Enthüllungen, und das nicht nur auf körperlicher Ebene. Schutzmechanismen und Rücksichten schmelzen dahin, und in gewisser Weise befinden sich alle in einem Ausnahmezustand. Die ehrgeizige Professorin, die durch den Unkraut jätenden Studenten völlig aus dem Konzept gebracht wird, der junge Mann, den seine künftige Schwiegermutter mehr fasziniert als seine Freundin oder die Kundin, die sich auf raffinierte Weise kostenlos ein ganzes Warenlager anlegt. Und während die einen kollabieren, wirkt ein Sommer im eigenen Garten für andere wie ein Jungbrunnen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.07.2000
Maria Frisé macht in ihrer Rezension deutlich, dass sie die Autorin Gabriele Wohmann sehr schätzt, von diesen Sommergeschichten ist sie jedoch enttäuscht. Frisé klagt über "öde Strecken" und "langatmige Berichte". Die Personen, alles Mittelständler, lieben und quälen sich "routiniert". Der Titel, der sie "auf eine erotische Variation" hat hoffen lassen, hält auch nicht, was er verspricht: Nur eine Geschichte handelt von zwei Frauen - und die begehen beide Selbstmord.
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