Friedrich Gottlieb Klopstock

Klopstock Oden

Band 2/3 Apparat und Kommentar
Cover: Klopstock Oden
Walter de Gruyter Verlag, München 2015
ISBN 9783110362893
Gebunden, 1755 Seiten, 599,00 EUR

Klappentext

Klopstocks Odenschaffen währte von 1747 bis 1802, also fast so lange wie das schöpferische Leben des Dichters überhaupt. Seiner Lyrik verdankt Klopstock sein stärkstes Nachleben.
Diese Ausgabe ersetzt die kritisch-historische Oden-Ausgabe, die Franz Muncker und Jaro Pawel 1889 in zwei Bänden herausgegeben haben. Ihr Textbestand ist in der neuen Ausgabe um 6 Gedichte auf 236 vergrößert worden: um drei ungedruckte, zwei gedruckte und eine Ode, die von Muncker/Pawel nur als Fassung aufgefasst wurde. Die Hauptgrundlage der Textwiedergabe ist auch für diese Neuedition Klopstocks letzte Oden-Ausgabe von 1798, Band 1 und 2 der Göschen-Ausgabe der "Werke", sowie der postum 1804 erschienene Band 7 dieser Ausgabe. Die beiden Apparatbände beschreiben die Überlieferung, geben Zeugnisse und erläuternde Hinweise zum Text und verzeichnen Varianten und Lesarten, zum Teil in synoptischer Darstellung.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.2016

Roland Reuss kommt erst am Schluss seiner Besprechung auf den hohen Preis dieser Ausgabe von Friedrich Gottlieb Klopstocks Oden zu sprechen. Davon abgesehen scheinen ihm die Philologen Horst Gronemeyer und Klaus Hurlebusch ganze Arbeit geleistet zu haben, um das metrisch bedeutende, laut Rezensent leider wenig bekannte Werk dem Publikum ugänglich zu machen. Dazu gehört für Reuss ein mustergültiger, eleganter Apparat und eine Quellensammlung und -erschließung, die er merklich genauer findet als bei allen vorangehenden Ausgaben. Dass eine "Normalisierung" der Quellen und editorische Willkür buchstäblich bis aufs Komma hier nicht stattfinden, scheint Reuss zudem bemerkenswert. Auch wenn die Synopse durchgängig wirkt "wie der textgenetische Apparat einer innerhandschriftlichen Analyse" und damit einen falschen Eindruck erweckt, wie Reuss krititisert, kann er die Ausgabe als Monument moderner Philologie, ja geisteswissenschaftlicher Forschung überhaupt empfehlen.

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