Eine Streitschrift gegen alte Rollenmuster und übergriffige Erwartungen
Piper Verlag, München 2026
ISBN
9783492066563 Gebunden, 288 Seiten, 20,00
EUR
Klappentext
Frauen, die heute ein Kind bekommen, betreten ein Minenfeld der Erwartungen. Umgehend werden sie beurteilt - intim, widersprüchlich und gnadenlos öffentlich - und nicht selten verurteilt. Verunsichert von ungebetenen Ratschlägen, alten Konventionen und neuen Momfluencern suchen sie einen Weg, ihrem Kind gerecht zu werden. Und sich selbst. Franca Lehfeldt fragt daher: Wie sind wir dorthin gekommen? Was prägt das Idealbild von Geburt und Mutterschaft bis heute? Und wie können sich Frauen aus einer Rolle befreien, die andere für sie entworfen haben?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 02.10.2026
Franca Lehfeldt, frühere RTL-Journalistin, Inhaberin einer Kommunikationsagentur und Frau von Christian Lindner, ist nicht nur Mutter geworden, sondern hat auch noch ein Buch darüber geschrieben, hält Rezensent Patrick Bauer mit spitzer Feder fest. Ein "Debatten-Grundkurs, getragen von persönlicher Verve" ist das, wie er konstatiert, aber er versichert auch, dass es gar nicht so schlimm ist, wie es zunächst klingt: Fast wie in einem Magazin baut Lehfeldt das Buch auf, Essay-artige Texte wechseln sich mit Interviews und Grafiken ab, so Bauer, und beschäftigen sich mit Fragen um die Bedingungen von Mutterschaft, um das Stillen oder um Arbeits- und Betreuungssituationen. Er ist überrascht darüber, dass die Autorin doch recht sozialliberal auftritt und einen "universalistischen Feminismus" vertritt - die Selbstverständlichkeit, mit der die Autorin diese Ansätze vertritt, liest der Kritiker als positives Zeichen für diese Gesellschaft. Kein weltbewegendes Buch, aber doch besser als erwartet, so sein Resümee.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Caroline Blackwood: Das Schicksal von Mary Rose Aus dem Englischen von Claudia Voit. Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Dörte Hansen: Broder Broder Bahnsen wollte nie etwas anderes als Bauer werden, Nachfolger seines Vaters, der ihm den "Kuhverstand" vererbt hat, das Gespür für Tiere. Aber den Hof bekommt sein…