Aus dem Französischen von Volker Zimmermann. France Culture
In einer nordfranzösischen Kleinstadt wird die Leiche der drogenabhängigen Pauline gefunden. Der Schuldige scheint schnell ausgemacht: Ein Geldeintreiber, der für die illegalen Kredithaie arbeitet, bei denen Pauline eine hohe Summe geliehen hat. Wenige Tage später wird eine weitere Person ermordet, und die Polizei steht vor einem Rätsel. Doch dann stößt Kommissar Erik Buchmeyer, der die Gegend wie kein zweiter kennt, auf eine Spur, die ihn direkt in die Vergangenheit des Ortes führt. Und je länger er sich mit den damaligen Ereignissen beschäftigt, desto größer wird seine Gewissheit, dass auch nach über 30 Jahren Vergangenes längst nicht vergessen ist.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.11.2017
Frauke Meyer-Gosau scheint verwirrt von Emmanuel Grands Krimi. Mit Fred Vargas, wie der Verlag dem Leser weismachen will, hat dieser Text schon mal gar nichts zu tun, meint die Rezensentin. Und auch der Versuch des Autors, eine in Nordfrankreich passierende Mordserie mittels Rückblenden und Exkursen über die Vergangenheit mit den französischen Kolonialkriegen zu verbinden, schlägt laut Meyer-Gosau fehl. Dem mäandernden Erzählweg, findet sie, fehlt die dramaturgische Balance und die sprachliche Geschmeidigkeit. Letzteres, so glaubt sie, könnte aber auch an der Übersetzung liegen.
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