Die schönste Wunde
(Ab 4 Jahre)

Beltz und Gelberg Verlag, Weinheim 2024
ISBN
9783407759207
Gebunden, 28 Seiten, 14,00
EUR
Klappentext
Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger. Peng! Beim Spielen knallt der Junge von der Tischtennisplatte. Alle, die ganze Schule, wollen die blutende Wunde sehen! Immer wieder muss er bis ins Allerkleinste erzählen, was genau passiert ist. Spätestens als in Mathe alle Kinder ihre Wunden zusammenzählen, in Kunst die roten Filzstifte ausgehen und er in die Mensa getragen wird, findet er es ziemlich toll, dass sich alles um seine großartige Wunde dreht. Und dann passiert ein kleines Wunder. Ein Bilderbuch, das von Wunden, Pflastern, Trost und von kleinen alltäglichen Dramen und unbestechlichen Gefühlen erzählt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 06.02.2025
Rezensentin Judith Scholter liest und betrachtet das neue Kinderbuch Emma AdBåges von Herzen gern. Es erzählt die Geschichte eines Jungen, der beim Toben um die Tischtennisplatte hinfällt, zu bluten beginnt - und dadurch, so Scholter, ins Zentrum der schulischen Aufmerksamkeit rückt. Das wiederum genießt der Junge, er lernt, was es bedeutet, Teil einer Gemeinschaft zu sein, und die anderen um ihn herum - das gefällt Scholter besonders -, lernen es auch. Die Rezensentin lobt auch die Illustrationen des Buches, die mit viel Gespür für Details die Situation in der Schule schilderten. Genau beobachtet ist das alles, freut sich Scholter, und es mache in kleinen Szenen große Fragen sichtbar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.10.2024
Rezensentin Christine Knödler sieht emanzipatorisches Potential im Kindertreiben, oder wie sie es sagt: in der "Freiheit, Kind zu sein". Auf diese Freiheit poche die großartige Kinderbuchkünstlerin Emma Adbage immer wieder und auch in "Die schönste Wunde". Kinder spielen, Kinder machen Erfahrungen, empfinden Schmerz, aber der steht nicht im Widerspruch zum vollen Leben, sondern gehört dazu, Kinder erzeugen Gemeinschaft, geben Trost und stehen wieder auf. Und wenn ihnen Erwachsene ihre Freiheit nehmen, um Gefahren zu eliminieren, dann rebellieren die Kinder, dann tun sie sich zusammen und holen sich ihre Spielräume zurück, zumindest in Adbages Büchern. Das ist anregend und wichtig zu lesen, gerade in Zeiten, in denen immer mehr Freiräume eingeschränkt werden, glaubt die Rezensentin. Sie lobt Adbages Geschichten und Bilder als fein und doch "temporeich", voller Kraft und Anarchie, die Figuren herrlich überzeichnet. Genau solche Bücher brauchen wir, weil wir solche Kinder brauchen, denkt sich die angeregte Rezensentin.