Durch eine Krankheit ist die Journalistin Elisabeth Bailey ans Bett gefesselt. Als sie von einer Freundin eine Topfpflanze geschenkt bekommt, unter deren Blättern eine Schnecke sitzt, beginnt sie diese zu beobachten. Nachts wird ihr neues Haustier aktiv, fährt seine Fühler aus, geht auf die Jagd und vollführt seltsame Rituale. Fasziniert beschäftigt sich Bailey mit Biologie und Kulturgeschichte der Schnecke und erfährt Verblüffendes über ein unterschätztes Lebewesen. Nun hat sie die Geschichte dieser besonderen Freundschaft aufgeschrieben - ein Buch der Entschleunigung und darüber, wie sich in einem kleinen Detail der Natur die Vielfalt des Lebens finden lässt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 07.02.2012
Elizabeth Tova Baileys Buch, in dem sie davon erzählt, wie sie, durch eine schwere langwierige Krankheit ans Bett gefesselt, in der Beobachtung einer Waldschnecke Trost und Unterhaltung findet, hat Angela Schader berührt und gefesselt. Die amerikanische Biologin und Journalistin weiß zunächst mit dem Mitbringsel einer wohlmeinenden Freundin nicht anzufangen, fürchtet sich gar vor der Verantwortung, die ihr damit abverlangt wird, und erfährt doch in der folgenden Zeit viel Unterstützung von dieser wohl ?ungewöhnlichsten Überlebensgemeinschaft", so die Rezensentin. Dabei bietet Bailey nicht nur viele wissenschaftliche interessante Fakten aus der Welt der Mollusken, sie präsentiert auch viele literarische Funde rund um die Schnecken, die sie sehr zurückhaltend mit ihren täglichen Erlebnissen mit der Krankheit hinterleuchtet, stellt Schader fest. Die Rezensentin ist von diesem stillen Buch sehr eingenommen und ist sich sicher, dass man nach der Lektüre die so bedächtig wirkenden Schnecken ganz anders und neu betrachten wird.
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