Luchterhand Literaturverlag, München 2026
ISBN
9783630878270 Gebunden, 304 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
Ein Wal an der Küste eines mondänen Badeortes und zwei Freundinnen, die unerwartet der eigenen Vergangenheit begegnen. Ein Video auf Social Media und was es erzählt über eine Liebe, die es nicht mehr gibt. Ein Freibad kurz vor Saisonende und das Schwimmen gegen das unerbittliche Voranschreiten der Zeit. Der große Traum eines Jungen von der Reise zum Mars. Ein blauer Vogel, der aus einer Mandarine schlüpft und zur einzigen Ansprache wird in einer von Katastrophen erschütterten Welt…
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 15.07.2026
Tief beeindruckt zeigt sich Rezensent Samuel Hamen von Elise Schmits neuem Erzählband. Jenseits aller Effekthascherei schreibt die Autorin über eigensinnige Menschen, deren Leben oft aus Niederlagen besteht und die dennoch unermüdlich darauf hoffen, der "Menschenschwere" zu entkommen. Schon die erste Geschichte über zwei Freundinnen, die sich in Ostende begegnen und die ein früherer Schicksalsschlag eint nimmt den Kritiker durch ihren unaufgeregten, journalistischen Ton ein, der sich auch in den Folgeerzählungen bewährt, wenn es um eine Pianistin geht, die in einem Shoppingcenter spielt oder um die Beziehung zu einem Narzissten. Noch souveräner als die Vorgänger-Bücher findet der Kritiker diesen Band und ist begeistert, wie uns Schmitt "ganz ohne Zudringlichkeit" und ohne falsche Sentimentalität an fremde Erfahrungen heranführt.
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