Die Bauten der Bonner Republik bilden eine eigene architektonische Kategorie. Denn die Regierungs- und Parlamentsgebäude, wie etwa das Bonner Bundeshaus und das Bundeskanzleramt oder Kulturinstitutionen und Botschaften, wurden häufig von einem öffentlichen Diskurs begleitet, bei dem es zu einer Vermischung aus Architekturkritik und Grundsatzdiskussionen über die Darstellungs- formen der "Demokratie als Bauherr" kam. Dieser war geprägt von der andauernden Suche nach einer nationalen Identität. Architekturkritik an Bundesbauten war - wie in der Nachbetrachtung deutlich wird - darüber hinaus meist zeitgenössische Gesellschaftskritik.
Michael Kuhlmann blättert durch die von Elisabeth Plessen zusammengestellten rund 150 Bauwerke, die zwischen 1949 und 1989 vom Bund in Auftrag gegeben wurden, vom Langen Eugen und den Ministerien in Bonn über die Gerichte in Karlsruhe bis zu den Botschaftsgebäuden in aller Welt. Auch wenn der Band laut Kuhlmann ausdrücklich kein Architekturführer sein möchte und sich eher mit der Rezeption der Bauten befasst, staunt der Rezensent über die auf den vielen im Band enthaltenen Fotos und Skizzen sichtbaren architektonischen Formen und Zitate und den Wunsch der architektonischen Verkörperung der Demokratie.
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