Elisabeth Herrmann

Das Kindermädchen

Roman
Cover: Das Kindermädchen
Rotbuch Verlag, Hamburg 2005
ISBN 9783434531388
Gebunden, 360 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Anwalt Joachim Vernau scheint alles im Leben erreicht zu haben: Er wird die Berliner Senatorin Sigrun Zernikow heiraten, er wird Partner in der alteingesessenen Kanzlei ihres Vaters und sein Büro in der Grunewald-Villa einrichten. An seine radikalen Jahre erinnert ihn nur noch seine Studienkollegin Marie-Luise Hoffmann, die in einer Kanzlei im Prenzlauer Berg das Banner des linken Widerstands hoch hält. Die Leiche einer alten Ukrainerin im Landwehrkanal stellt Vernaus Leben mit einem Schlag auf den Kopf. Wer ist Natalja Tscherednitschenkowa, die von dem alten Zernikow Entschädigung fordert? Und warum will dieser nicht zahlen? Als Vernau sich an einen Heizkörper gefesselt einer Pistolenmündung gegenüber sieht, weiß er, dass hier mehr auf dem Spiel steht als ein schwarzer Fleck auf der blütenweißen Weste der Familie Zernikow.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 07.01.2006

Die Rezensentin Katharina Granzin hat ihren Spaß an diesem Berlin-Krimi - so sehr, dass sie sich sogar wünscht, dass eine ganze Reihe mit den Protagonisten dieses Bandes entsteht. Ihr gefällt der selbstironische Humor der Autorin Elisabeth Herrmann, der verhindert, dass die personelle Besetzung des Romans - " eine männliche Hauptperson zu erfinden und diese dann einer Horde von Weibern auszuliefern, die die Handlung vorantreiben" - allzu plump nach dem weiblichen Leserklientel heischend daherkommt. Auch wie die Stadt Berlin in dem Krimi in Szene gesetzt wird, gefällt ihr gut. Zudem hat der Roman nach Granzins Meinung eine sauber recherchiertes Fundament und eine "klare politische Botschaft." Thema sind Zwangsarbeiterinnen in der NS-Zeit, die in Privathaushalten arbeiten mussten.
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