Der süßeste Bruder der Welt - und andere Irrtümer
(Ab 10 Jahren)

Klett Kinderbuch Verlag, Leipzig 2025
ISBN
9783954703135
Gebunden, 136 Seiten, 16,00
EUR
Klappentext
Aus dem Schwedischen von Katharina Erben. Dani, die selbst durch eine Samenspende entstanden ist, wünscht sich nichts mehr als ein Geschwisterchen. Aber ihre alleinstehende Mutter stellt sich quer. Doch dann schnüffelt Dani in Mamas Dating-App herum und swiped bei einem peinlichen Typen versehentlich nach rechts! Zack, ihre Mutter verliebt sich und bringt mit dem neuen Mann auch gleich einen Bruder mit in die Familie. Der seltsame Grufti entspricht allerdings ganz und gar nicht Danis Wunschvorstellung vom süßen kleinen Brüderchen. Plan B muss her: Vielleicht hat Danis Spendervater ja noch mehr Kinder gezeugt? Der nette Elton in ihrer neuen Klasse hat auf jeden Fall auffällig viele Gemeinsamkeiten mit ihr …
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.08.2025
Für Rezensentin Judith von Sternburg ist es nur logisch, dass Elin Lindell für ihren Comicroman "Der süßeste Bruder der Welt" den Preis für das beste schwedische Kinderbuch 2024 erhalten hat. Unschlagbar witzig lässt Lindell darin die zehnjährige Dani aus ihrem Leben erzählen. Dani will unbedingt eine Schwester haben, lesen wir, stattdessen bekommt sie einen neuen Stiefvater, eine neue Schule, ein neues Zimmer, neue Freundschaften, und vor allem: einen Halbbruder, und der ist gar nicht mal so süß - so zumindest der erste Eindruck. Doch erste Eindrücke können täuschen, lernt Dani. In zackigen Dialogen und klaren, knall-farbigen Bildern stellt die Autorin hier die ganze Komplexität eines Kinderlebens dar und räumt dabei mit mehr als nur einem Vorurteil auf, so die begeisterte Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 19.06.2025
Rezensentin Kim Kindermann kann sich den Lobeshymnen auf Elin Lindells neues Kinderbuch nur anschließen: Die zehnjährige Dani wünscht sich unbedingt einen Bruder, der Wunsch wird ihr aber anders erfüllt als gedacht. Ihre Mutter, berichtet Kindermann, hat ihren neuen Partner auf einer Dating-Site kennengelernt, er hat einen Sohn, der allerdings schon mitten in der Pubertät ist. Die Rezensentin freut sich darüber, wie lebendig und bunt Lindell auch Fragen nach Familie, der eigenen Abstammung und dem Größerwerden verhandelt - und sie hofft auf Fortsetzungen, wie sie schließt.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 05.06.2025
Rezensent Hartmut El Kurdi freut sich über diesen Comic von Elin Lindell, der das Thema Patchworkfamilien und Identität klug und humorvoll behandelt: Dani ist durch eine Samenspende entstanden, sie lebt mit ihrer Mutter Sofia zusammen und wünscht sich unbedingt einen Bruder. Den bekommt sie dann auch, aber anders als gedacht, so El Kurdi: Ihre Mutter kommt mit Björn zusammen, einem ziemlichen Öko, und der hat einen Sohn, Joschi, kein niedlicher Baby-Bruder, sondern ein fast ausgewachsener Teenager. Die "liebenswert-skurillen" Figuren und der pointenreiche Witz überzeugen den Rezensenten dabei ebenso wie Danis Suche nach ihrer Identität: Die Frage danach, wer ihr Vater ist und ob sie wohl Halbgeschwister hat, wird hier ebenfalls mit Humor und lakonischen Zeichnungen verhandelt, schließt er zufrieden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.05.2025
Rezensentin Eva-Maria Magel freut sich über die herrlich absurden Dialoge im neuen Comic der Schwedin Elin Lindell, dessen Protagonistin Dani sich einen Bruder wünscht und ihn auch bekommt, aber auf ganz andere Weise als zunächst angenommen. Sie selbst ist das Ergebnis einer anonymen Samenspende aus Dänemark, was Magel die Gelegenheit gibt, einiges über schwedisch-dänische Vorurteile zu lernen, ihre Mutter ist auf Dating-Apps unterwegs, bis Dani und ihre Freundin "ganz aus Versehen zu Amoretten" werden und für die Mutter swipen. So lernt sie Björn kennen, einen ziemlich soften Wollpulli-Veganer, der seinen Sohn mit in die Beziehung bringt, erfahren wir. Dadurch erfüllt sich Danis Wunsch auf ganz andere Weise als gedacht, was bei Lindell mit Humor in dieser "lebenssatten Erzählung" verhandelt wird, die die Kritikerin nicht nur Patchworkfamilien zur Lektüre empfiehlt.