Elin Lindell

12 Süßigkeiten und 2 Todesfälle

(Ab 8 Jahren)
Cover: 12 Süßigkeiten und 2 Todesfälle
Klett Kinderbuch Verlag, Leipzig 2026
ISBN 9783954703241
Gebunden, 176 Seiten, 16,00 EUR

Klappentext

Aus dem Schwedischen von Katharina Erben. Roffe wird sterben. Aber das macht Uno nicht viel aus. Roffe ist schließlich schon alt und nicht einmal sein echter Opa. Uno kommt trotzdem mit Papa ins Krankenhaus, um Abschied zu nehmen. Dort trifft er auf die gleichaltrige Katjes. An ihr ist nicht nur der Name ungewöhnlich. Katjes ist auch sonst nicht wie die anderen Kinder in Unos Klasse. Bei ihr fühlt sich der schüchterne, Fremden gegenüber schweigsame Uno nicht komisch und falsch. Wenn Katjes da ist, kriegt Uno sogar den Mund auf. Am liebsten spielen die beiden im Aufenthaltsraum der Palliativstation Weltuntergang - mit Kometenhagel, Überschwemmung und allem Drum und Dran. Papa behauptet, dass es Katjes gar nicht gibt. Sie existiert nur in Unos Fantasie, sagt er. Und tatsächlich: Als Uno eines Tages ins Krankenhaus kommt, ist Katjes nicht mehr da. Hat sich Uno seine beste Freundin etwa doch nur ausgedacht?

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 16.05.2026

Ein weiteres gelungenes Buch für Kinder legt die schwedische Autorin Elin Lindell hier vor, lobt Rezensentin Judith Leister. Im Zentrum steht Uno, ein Junge, der nicht sprechen kann, wenn er sich unter Druck gesetzt fühlt, wie zum Beispiel in der Schule, wo er deshalb ein Außenseiter ist. Auch, dass in seiner Familie nicht mehr er, sondern sein neu auf die Welt gekommener Bruder Otto im Zentrum steht, wird für ihn zu einem Problem. Eine Wendung zum Besseren nimmt die Geschichte hingegen, als Uno Katjes kennenlernt, ein Mädchen, mit dem er plötzlich ohne Probleme reden kann. Begleitet ist die Geschichte von Illustrationen, die eine kindliche Perspektive auf die Welt etablieren - möglicherweise die Perspektive Unos. Wichtiger allerdings ist der Text, und der ist sehr gelungen, findet die Rezensentin, weil es Lindell gelingt, auch schwierige Themen wie Angst und Tod in einer alltagsnahen Form zu thematisieren.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.03.2026

Rezensentin Eva-Maria Magel bewundert die erzählerischen wie auch die illustratorischen Fähigkeiten von Elin Lindell. In ihrem neuen Kinderbuch für Leser ab 8 Jahren erzählt die schwedische Autorin laut Magel davon, was es heißt Geschwister zu haben, den Tod eines Familienmitglieds zu erfahren und allerhand Zwischenmenschliches mehr. Der Ton ist laut Magel frisch und lebenssatt, die Bilder komisch, auch wenn es ernst wird. Die Perspektive des Kindes auf die Fehler der Erwachsenen findet die Kritikerin erheiternd und lehrreich. Als Leserin, gleich ob klein oder groß, ist man hinterher ein bisschen klüger, glaubt sie. 

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