Aus dem Englischen von Sebastian Vogel. Als viktorianische Forscher sich Mitte des 19. Jahrhunderts im Namen des British Empire in Ostafrika auf Expedition begaben, hatten sie zum Überleben in der Wildnis auch das Werk William Shakespeares im Gepäck. Damit begann der ungewöhnliche Siegeszug des großen Dichters in einer Region, die von seiner eigenen Lebenswelt kaum weiter entfernt sein könnte und in der sein Erbe bis heute präsent ist. Shakespeares Texte gehörten zu den ersten, die von befreiten Sklaven in Swahili gedruckt wurden, indische Bahnarbeiter nutzen die Texte, um für ihre Rechte zu kämpfen. Intellektuelle, Revolutionäre und Staatschefs der ersten unabhängigen afrikanischen Staaten - sie alle machten sich Shakespeare zu eigen. Der in Kenia aufgewachsene Shakespeare-Experte Edward Wilson-Lee erzählt Geschichten von exzentrischen Forschern und dekadenten Emigranten, von Intrigen des Kalten Krieges und revolutionären Kämpfern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.02.2020
Andreas Rossmann begreift Edward Wilson-Lees Studie über die Shakespeare-Rezeption in Kenia, Tansania, Uganda, Kongo und Sudan als literarische Spurensuche über die Macht der Literatur. In schöner angelsächsischer Essaytradition, also farbig, mit Spannung und assoziativ, erzählt der Autor laut Rossmann über eine Spanne von anderthalb Jahrhunderten von "Shakespeares Reise durch Afrika" und auch von seiner eigenen Kindheit in Kenia. Wann und wo der erste schriftlich nachgewiesene Hamlet aufgeführt wurde, wie britische Entdecker den Dramatiker nach Afrika und ins Swahili brachten, berichtet der Autor in einer Mischung aus Reportage und Recherche, so Rossmann.
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