Mit einem Essay von Nancy Newhall. Herausgegeben von Brett Abbott. Auf dem Kunstmarkt ist Edward Weston (1886-1958) seit Langem einer der am höchsten gehandelten amerikanischen Photographen. Vor wenigen Wochen erst überschritt eine seiner photographischen Ikonen - Nautilus, die gestochen scharfe, glasklare Untersicht einer Muschel - bei einer Auktion die magische Millionen $-Schwelle. Weston, schon zu Lebzeiten eine Legende, war wie kaum ein anderer stilprägend für alle folgenden Photographengenerationen. Anfang der 20er Jahre brach er mit dem Piktorialismus seiner Anfänge und wurde zum führenden Verfechter der "Straight Photography", die bald die modernen Druckmedien erobern sollte. Neben kühlen und zugleich bestechend sinnlichen Sachaufnahmen - Früchte, Steine, Sanddünen - wurden vor allem seine Akte zu Klassikern der Moderne.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.12.2008
Andrea Gnam hat ausgiebig in diesem Band mit Aktaufnahmen des amerikanischen Fotografen Edward Weston geschwelgt. Sie ist höchst angetan vom "zärtlichen Blick", den Westons Kamera auf seine Objekte wirft, die alle aus dem "gleichen" immateriellen Stoff zu bestehen scheinen. Dabei nähere sich der Fotograf den Abgelichteten sehr diskret, oft werde nur ein Ausschnitt des Körpers gezeigt, der mitunter einer Frucht gegenübergestellt werde und so Korrespondenzen natürlicher Formen betone, so die Rezensentin fasziniert. Vorliegendes Buch ist übrigens ein bereits in den 50er Jahren geplantes Album aus den 20er und 30er Jahren, das er mit der Fotografiehistorikerin Nancy Newhall zusammen konzipiert hatte, von der auch ein Essay zu den Arbeiten enthalten ist, teilt Gnam noch mit.
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