Die Max-Planck-Gesellschaft hat sich entschlossen, das Verhältnis ihrer Vorgängerorganisation, der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, zum Nationalsozialismus umfassend und kritisch untersuchen zu lassen. Zu diesem Zweck wurde 1998 eine Präsidentenkommission der Max-Planck-Gesellschaft unter dem Vorsitz von Reinhard Rürup und Wolfgang Schieder eingerichtet. Erste Forschungsergebnisse werden nun in einem Sammelband dokumentiert. Die Beiträge gehen zurück auf eine internationale und interdisziplinäre Konferenz, die im März 1999 in Berlin stattfand.
Der Band, erklärt uns der Rezensent, eröffnet die kritische Selbstbefragung zur Rolle der naturwissenschaftlichen Forschungsinstitute im NS-System. Anhand seiner Lektüre erkennt Manfred Hettling drei Bereiche, in die die Forschung der damaligen Zeit auseinander fällt: Anwendungsorientierte Forschung (betreffend z.B. Rohstoffersatz), militärische Forschung und medizinische Forschung (Psychiatrie, Rassenhygiene, Eugenik). Außerdem erfährt Hettling, "dass in allen drei Systemen wissenschaftliche Fragen von politischen Zielen angeleitet wurden ... dass die Konformität mit Grundannahmen und Zielen des Nationalsozialismus weit größer war, als nach 1945 behauptet wurde."
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