Dieter Ringli, Johannes Rühl

Die Neue Volksmusik

Siebzehn Porträts und eine Spurensuche in der Schweiz
Cover: Die Neue Volksmusik
Chronos Verlag, Zürich 2015
ISBN 9783034013109
Gebunden, 362 Seiten, 34,00 EUR

Klappentext

Die Schweizer Volksmusik erlebt seit zwanzig Jahren einen unerwarteten Aufschwung. Die neue Lust am spielerischen Umgang mit dem einst von vielen abgelehnten Traditionsmaterial erfasste alle Beteiligten: Musikerinnen und Musiker, Veranstalter, Labels, Förderer und nicht zuletzt auch ein begeistertes Publikum. Das äußerst vielfältige Phänomen wird oft unter dem Begriff "Neue Schweizer Volksmusik" gefasst, ist aber in Wirklichkeit nur schwer auf einen Nenner zu bringen, und seine Ausprägungen sind noch lange nicht abgeschlossen. In siebzehn sorgfältig aufbereiteten Interviews werden die Lebenslinien der bedeutendsten und einflussreichsten Musikerinnen und Musiker nachgezeichnet. Weitere Recherchen und Gespräche im Umfeld erlauben eine profunde Reflexion und Beobachtung überraschender Zusammenhänge. So wird in diesem Buch auch erstmals umfassend dargestellt, aus welchen Beweg­gründen sich Musikerinnen und Musiker aller Genres auf einmal so lustvoll, variantenreich und intensiv mit der Erneuerung der traditionellen Musik der Schweiz beschäftigen. Zudem zeigt die Untersuchung, dass das Phänomen sich aus ganz unterschiedlichen kultur­historischen, politischen und individualbiografischen Quellen speist und bis weit in die 1970er Jahre zurückreicht. Die neue Volksmusik in der Schweiz ist ein Sammelbecken, in dem sich ganz unterschiedliche Szenen und Individuen in einem äußerst kreativen Dialog begegnen und entfalten.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 27.05.2016

Nicht sehr zufrieden ist Florian Bissig mit dem vorliegenden Band. Ja, eine "neue" Volksmusik gibt es nun seit einiger Zeit, nachdem das Genre zuvor schon zu versteinern drohte. Heute gibt es Puristen und wilde Innovatoren und sogar einen Studiengang an der Uni Luzern, aus deren Umfeld auch die Autoren des Bandes kommen. Aber dem Rezensenten ist deren Darstellung zu oberflächlich, zu nah an den Protagonisten der Szene, zu wenig kritisch, zu wenig historisierend und distanziert. Eine Analyse einiger prägender Werke vermisst der Rezensent etwa, oder auch eine Reflexion über Jazz und Volksmusik. Insgesamt bleibt ihm der umfangreiche Band zu anekdotisch.
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