Die Wahrheit über die griechischen Mythen

Palaiphatos' 'Unglaubliche Geschichten'. Griechisch / Deutsch
Cover: Die Wahrheit über die griechischen Mythen
Philipp Reclam jun. Verlag, Ditzingen 2002
ISBN 9783150182000
Kartoniert, 149 Seiten, 4,10 EUR

Klappentext

Übersetzt und herausgegeben von Kai Brodersen. Europa wurde von einem Stier entführt? - von wegen! Tatsächlich war ein Herr namens "Stier" der Übeltäter. Palaiphatos, ein Schüler des Aristoteles, erklärt uns, was wirklich hinter den altbekannten griechischen Mythen steckt. Seine "Unglaublichen Geschichten" dienten Jahrhunderte lang als Schulbuch und werden hier erstmals zweisprachig präsentiert.

Im Perlentaucher: Rezension Perlentaucher

Wer die Entmythologisierung noch immer für eine Erfindung der europäischen Aufklärung hält, den wird ein kleines Reclam-Bändchen eines Besseren belehren. Es handelt sich um eine antike Textsammlung, die kein anderes Ziel hatte als die überlieferten Mythen rational umzudeuten. Zum Beispiel die Kentauren: Sie waren nichts anderes als junge Männer auf Pferden. Zu ihrem Namen kamen sie, so erklärt der antike Autor, weil sie Stiere (tauroi) niederstachen (kata-kentein)...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.09.2002

Der Rezensent mit dem Kürzel "rib" freut sich, dass die ursprünglich in fünf Bänden im 4. Jahrhundert vor Christus von dem Aristoteles-Schüler herausgegebene Göttergeschichte, die in einer spätantiken Fassung auf ein Buch zusammengekürzt wurde, nun zweisprachig und erstmals auf Deutsch erhältlich ist. Er findet, das Buch sei eine amüsante Einführung in die Götterwelt. Hier werden nämlich eher die lächerlichen und kindischen Seiten der Heroen aufs Korn genommen, ohne jedoch, wie "rib." betont, ihre Macht in Frage zu stellen. Neben dem Informationsgehalt sei das Buch eine wunderbare Möglichkeit, brachliegende Griechischkenntnisse aufzufrischen, findet er und vermisst lediglich einen Hinweis im Vorwort, der die Stellung der "Unglaublichen Geschichten" in der philosophischen Mythenkritik klarer bezeichnen würde.

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