Herausgegeben von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Mit zehn Zeichnungen von Paul Flora. Sieben Jahre nach ihrer Einführung ist die sogenannte neue Rechtschreibung wieder in die öffentliche Diskussion geraten. Hat sie ihre Versprechungen eingehalten, ist die geschriebene deutsche Sprache einheitlicher und einfacher geworden? Die Wirklichkeit zeigt ein anderes Bild: Wo die Reform umgesetzt wird, herrscht große Unsicherheit. In Büchern, in der Presse und in den Schulen wird heute ein uneinheitliches und nicht allein orthographisch und grammatikalisch fehlerhaftes, sondern auch unästhetisches und holpriges Deutsch geschrieben. Dieses Buch zieht eine vorläufige Schadensbilanz.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.06.2003
Die Bayrische Akademie der Schönen Künste ist nach wie vor ein vehementer Gegner der Rechtschreibreform und lässt offensichtlich nichts unversucht, die Kulturbürokraten zur Rücknahme der Reform zu bewegen. Der von ihr herausgegebene Band zu diesem Thema ist wohl auch als ein solcher Versuch zu werten, denn in ihm findet man, wie Rezensent Joachim Güntner feststellt, kein einziges Argument zugunsten der Reform. Vielmehr komme hier beispielsweise der aus der DDR stammende Schriftsteller Rainer Kunze zu Wort, den die von oben verordnete Reform an die Bevormundungspraxis der SED erinnert, oder auch ein Gymnasiallehrer, der die Vereinfachung der deutschen Orthographie durch die Reform in Frage stellt und von neuen Fehlerquellen, mit denen Schüler sich nun herumplagen müssen, berichtet. Das Buch ist einseitig, aber auch amüsant, stellt Güntner fest. Dass es zur Rücknahme der Reform bewegen könnte, bezweifelt er jedoch.
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