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Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 17.01.2002
Stephan Dove unterzieht zwei auf CD-ROM erschienene Korrekturprogramme der Duden-Redaktion einem gnadenlosen Test. Ins Rennen gehen der Duden Korrektor, der Duden Korrektor plus (eine teurere Version, die auch den Zugriff auf die Duden-Bände "Fremdwörterbuch", "Sinn- und sachverwandte Wörter" sowie "Richtiges und gutes Deutsch" ermöglicht) sowie das in Word 2000 enthaltene Korrekturprogramm und das NZZ-Korrektorat. Um es gleich vorweg zu sagen: Letzteres möchte Dove nicht missen. Aber scheint ihn das Word-Programm bei der Arbeit tatsächlich eher behindert zu haben, als dass es ihm geholfen hätte, erscheinen seine Einwände gegen die beiden Duden-Helferlein doch mitunter reichlich, nun ja, irgendwie von schweizerischer Gründlichkeit geprägt. Wer bestünde schon drauf, dass es Berner Zungenwurst heißt und nicht Bernerzungenwurst und wollte das einem Computerprogramm abverlangen? Immerhin gibt es auch Lob vom Rezensenten. So melde der Korrektor (im Gegensatz zum Word-Programm) den fehlenden Punkt am Satzende, weise auf die Nichtübereinstimmung von Artikeln und Nomen hin und ("bravo!") beanstande das fehlende Komma vor dem mit "um zu" eingeleiteten Nebensatz. Und die Nachschlagemöglichkeit im Korrektor plus hat für Dove durchaus auch ihr Angenehmes. Dennoch: Die Arbeit von Korrektoren aus Fleisch und Blut, darauf besteht Dove, machten diese Programme keinesfalls überflüssig: "Programme können nur vergleichen, aber nie denken."
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