Mit Sex und Gewalt, Vergewaltigungen und Misshandlungen schlagen die Jugendlichen aus der amerikanischen Provinz in Dennis Coopers Roman die Zeit tot, berichtet Susanne Messmer. Dabei gelinge es Cooper durch "rasante" Perspektivwechsel und die Aussparung jeglicher "moralisierender" Außenansichten, die "Wirklichkeit" verschwimmen zu lassen und aus den ständig wechselnden Erzählerstimmen eine Art Prototyp des "cute boy" und seiner "multiplen Wunschphantasien" herauszukristallisieren, versichert eine Rezensentin, die nur der Ekel vor den dargestellten Gewalttaten vom Schwärmen abzuhalten scheint.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Anne Carson: Rot Aus dem amerikanischen Englisch von Anja Utler. Der rote Junge Geryon ist unsterblich in Herkules verliebt, der dem Jüngling nicht zu widerstehen vermag. Auf dem Höhepunkt… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Anne Carson: Der bittersüße Eros Aus dem nordamerikanischen Englisch von Christina Dongowski. Es war eine Dichterin, Sappho, die dem Eros das paradoxe Attribut "bittersüß" gab. Dies geschah in der Zeit,…