David Grann

Die versunkene Stadt Z

Expedition ohne Wiederkehr - das Geheimnis des Amazonas
Cover: Die versunkene Stadt Z
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2010
ISBN 9783462041996
Gebunden, 384 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Henning Dedekind. "Was zum Teufel mache ich hier eigentlich?", fragt sich David Grann. Er hat Outdoor-Aktivitäten immer gehasst - und sich jetzt irgendwo im Amazonasbecken verirrt. Nachdem er zufällig über alte Tagebücher gestolpert war, hatte er beschlossen, das "größte Entdeckergeheimnis des 20. Jahrhunderts" zu lösen: Was geschah mit dem englischen Forscher Percy Fawcett, dem "David Livingstone des Amazonas"?
Fawcett brach 1925 zusammen mit seinem 21-jährigen Sohn auf, um nach den Überresten einer uralten Hochkultur zu suchen. Seit Jahrhunderten hatte man über das goldglänzende El Dorado spekuliert; Tausende waren bei dem Versuch gestorben, dem Dschungel das Geheimnis zu entreißen. Doch Fawcett, dessen Expeditionen Arthur Conan Doyle zu seinem Roman "Die vergessene Welt" inspirierten, hatte sich jahrelang vorbereitet und war entschlossen zu beweisen, dass die Hochkultur - die sagenhafte Stadt Z - wirklich existiert hatte. Dann verschwand er mit seiner Expedition irgendwo im Regenwald.
Fawcetts Schicksal aufzuklären wurde zur fixen Idee für buchstäblich Hunderte von Forschern und Abenteurern, die sich an seine Fersen hefteten. Viele von ihnen sind ebenfalls verschwunden - und haben im Urwald den Tod gefunden oder den Verstand verloren. Und nun macht sich David Grann auf in die "grüne Hölle" ...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.05.2010

Vorsicht vor Giftpfeilen und fleischfressenden Bienen! Um das sagenhafte El Dorado zu suchen, genügt Rezensent Peter Burghardt vorerst die Lektüre dieses vielgestaltigen Abenteuerbuches von David Grann. Der Autor macht das für uns. Macht sich auf die Spuren des englischen Entdeckers Percy Fawcett, mit Karten und Notizbüchern, in Archiven und im brasilianischen Urwald. Bisschen hagiografisch geht das zu, meint Burghardt, lässt sich aber doch anstecken von Granns Begeisterung, die er in seiner Rezension mit Verve und Spannung auch gekonnt weitergibt. Wenn Burghardt aus dem Lianengestrüpp wieder raus ist, hat er Ruinen besichtig, Spione getroffen, Anakondas und Tausendfüßler sowieso, hat über den Amazonas Dinge gelernt, über indianische Rituale - ach, und über das Glück von GPS und Google Earth.

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