David Chipperfield

David Chipperfield: Architectural Works 1990 - 2002

Cover: David Chipperfield: Architectural Works 1990 - 2002
Birkhäuser Verlag, Basel 2003
ISBN 9783764369538
Gebunden, 344 Seiten, 75,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Thomas Weaver. Mit 284 farbigen und 48 s/w-Abbildungen und 96 Zeichnungen. Der Brite David Chipperfield, fälschlicherweise oft als minimalistischer Architekt bezeichnet, hat sich im Laufe der letzten zehn Jahre dank der Mannigfaltigkeit und Tiefe seiner realisierten Projekte zu einem der konzeptuell komplexesten Architekten entwickelt. Bemerkenswerte Beispiele sind das River & Rowing Museum, sein erster Großauftrag in England, das Knight House oder sein gigantisches Projekt am Masterplan der Museumsinsel in Berlin, der zur Zeit wohl prominentesten Kulturbaustelle Deutschlands. Zu seinen jüngsten Bauten zählen unter anderem die Villa in Berlin-Schöneberg und das elegante Bürohaus am Düsseldorfer Hafen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.06.2003

Der britische Architekt David Chipperfield gilt Jürgen Tietz als "Meister der Konzentration". Dass ausgerechnet seine Möbel den Auftakt zu den im Buch ausgewählten und präsentierten Arbeiten machen und nicht etwa seine architektonischen Projekte, findet Tietz insofern passend, als dass Chipperfield immer die Auffassung vertreten habe, auch ein Detail, auch das Nebensächliche sei für ein Gesamtbild von Bedeutung. Die Reduzierung, sagt Tietz, und beruft sich auf einen im Buch (englisch) abgedruckten Essay von Kenneth Frampton, sei bei Chipperfield kein Selbstzweck, sondern "Teil einer Strategie"; ob im neuen BBC-Gebäude in Glasgow oder einem Wohnhaus in Galizien, stets bemühe sich Chipperfiled darum, die Gegebenheiten des Ortes einzubeziehen, mehr noch: sie herauszuarbeiten, ohne sie zu marginalisieren oder zu dominieren. Insofern stehen Chipperfields Projekte für ihn für eine zeitlose klassische Architektur, die dennoch ohne Säulen und Kapitelle und wie bei seinem Restaurierungskonzept für Stülers Neues Museum in Berlin ohne Historisierung auskommt, andererseits auch keine harte Kontrastierung von Altem und Neuem vornimmt, sondern "einen dritten Weg" wählt.