Dave Barry

Big Trouble

Roman
Cover: Big Trouble
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783821830827
Gebunden, 323 Seiten, 20,35 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Edith Beleites. Der Ex-Ehemann und Noch-Werbetexter Eliot ist auf dem Heimweg von einem Meeting mit einem cholerischen Klienten. Sein pubertierender Sohn Matt füllt das Magazin seiner 39 Dollar teuren Maschinenpistole randvoll mit Wasser. Das Opfer seiner Mutprobe heißt Jenny Herk und sitzt zusammen mit ihrer Mutter Anna vor dem Fernseher. Die Hoffnung auf einen friedlichen Abend ist berechtigt: Jennys alkoholsüchtiger Stiefvater Arthur Herk, beruflich mit der Unterschlagung von Firmengeldern erfolgreich, versucht sich an der Zimmertür des attraktiven Dienstmädchens Nina. Im Garten von Herks Anwesen warten Henry und Leonhard, zwei Auftragskiller aus New York. Ihre Kanonen sind echt und ein sicheres Zeichen dafür, daß die Bemühungen Herks seinem Arbeitgeber nicht verborgen geblieben sind. In einigen Minuten wird eine Kette von Ereignissen beginnen, die das Leben aller Beteiligten verändern wird. Einige werden etwas weiser, manche etwas weniger lebendig und andere auf der Suche nach einem neuen Job sein.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2001

Die Frage, ob es sinnvoll ist, dieses Buch von Dave Barry, dessen Verfilmung fast zeitgleich mit dem Buch veröffentlicht wird, vor oder nach dem Film zu lesen, ist nach Meinung des Rezensenten Martin Ebel fast müssig, denn das Buch "ist bereits ein kommerzieller Film" mit viel action. Schauplatz ist Miami und diese Stadt bietet einen geeigneten Hintergrund für diesen Roman, den Ebel "kurzweilig", aber auch wenig nachhaltig findet, denn sie "spielt, übertrifft und parodiert permanent ihr eigenes Klischee". Aber nach Ebels Meinung nicht böse genug, findet er es doch schade, dass Barry offensichtlich der Mut zu einer "richtig nachtschwarzen Komödie" fehlt - gesiegt hat nach des Rezensenten Meinung eben doch "die political correctness, also das, was Hollywood äußerstenfalls zuzumuten ist".

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.09.2001

Der Film ist schon in Arbeit, und vielleicht kann man sich den Kauf des Buches deshalb auch sparen, vermutet Frank Schäfer, der Barrys sarkastische Krimi- und Agentengeschichte zwar gern, aber mit nachlassender Spannung gelesen hat, gerade weil die "Rasanz der Geschichte immer noch zunimmt". Denn die zunehmende Turbulenz bringt auch Zwänge der Handlung mit sich, bedauert Schäfer, was die Geschichte letztlich doch vorhersagbar mache. Dennoch: Recht witzig und abgedreht findet er die in Miami spielende Geschichte schon, in der es um eine geklaute Atombombe geht. Sie erinnert ihn ein bisschen an "Blues Brothers" und an "Pulp Fiction" zugleich. Erwähnenswert findet er noch, dass Stephen King in seiner Laudatio auf das Buch behauptet hat, er sei vor Lachen beinahe vom Stuhl gefallen - und das, obwohl King doch eigentlich keinen Spaß verstehe. Es sei tatsächlich eine aberwitzige Geschichte, so Schäfer, auch wenn sich King möglicherweise nur für die zweifache namentliche Erwähnung bedanken wollte.