Menschen treffen und faszinieren einander, lieben, verletzen und verlassen einander. Tränen werden vergossen, neue Geliebte kommen, die vergangenen erscheinen im Traum. Dieses lyrische Ich ist eine Frau, die sich in der Stadt bewegt, den Zoo und die Rennbahn besucht, Menschen in Bars beobachtet, Gedichte hört und schreibt, großartig liebt, schrecklich zweifelt - an der Literatur, an der Liebe. Aber auch wenn alles irgendwann endet: Währenddessen ist es immer magisch schön, daran kann es keinen Zweifel geben.
Chanas sinnliche Sprache errettet sich und die Lesenden aus dem komplexen Geflecht der Gegenwart und legt den Fokus auf einzelne Momente; vom Mikrokosmos zwischenmenschlicher Beziehungen gleitet die Dichterin elegant zum großen Ganzen.
In politisch schwierigen Zeiten empfiehlt Carsten Otte Lyrik. Zum Beispiel Daniela Chana und ihren Debütband. Wie die Autorin sich fernab von poetischer Tradition, selbstironisch, heiter und lakonisch Liebesgedichte schreibt, scheint Otte bemerkenswert. Kleine nahezu prosaische Szenen, die Otte zwar schmuck- aber keineswegs reizlos findet, kreisen "bildstark" um den Alltag mit sogenannten Frauenhelden am Küchentisch, ums Kennenlernen und Trennung. Die relative Schlichtheit, mit der Chana Geschlechterrollen und erstarrte Verhältnisse thematisiert, kann Otte bezaubern.
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