Ihre Bestimmung ist es, als Todesjungfrau dem Wolferkönig geopfert zu werden. Doch Elske kann fliehen. Von Kaufleuten wird sie nach Trastad mitgenommen, wo sie ihr eine Stelle als Dienstmädchen verschaffen. Bald ist Elske sehr begehrt in der Handelsstadt, denn dank ihres Sprachtalents versteht sie die Gespräche der durchreisenden Händler und erfährt sogar die geheime Formel des Schwarzpulvers. Da tritt eine Prinzessin in Elskes Leben: Beriel, die in Not nach Trastad gekommen ist, weil ihr Bruder sie aus dem Königreich vertrieben hat. Elske schwört Beriel die Treue und begleitet sie auf ihrer gefahrvollen Mission. Denn Beriel will um jeden Preis den Thron, der ihr rechtmäßig auch zusteht.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 28.11.2002
Obwohl weder Experte noch ausgesprochener Liebhaber der Fantasy-Literatur, hat sich Karla Schneider dem Sog des dritten Teils von Cynthia Voigts "fulminanter Mittelaltersaga" nicht entziehen können. Das liegt zum Teil am rasanten Beginn, aber auch der Rest der Geschichte um die beiden "charismatischen" Heldinnen Elske und Beriel enttäuscht die Rezensentin nicht. Obwohl die Epochen der gesellschaftlichen und technischen Entwicklung wild durcheinandergeworfen werden, wirkt das laut Rezensentin nicht störend, sondern ergebe eher eine "brillante Gratwanderung an der Kolportage entlang". Einziger Wermutstropfen: die sprachlichen Allgemeinplätze a la "steile Berghänge" oder "jungfräuliche Wälder", bei denen sich Schneider einen gründlicheren Lektoren als "Klischeekiller" gewünscht hätte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 13.11.2002
Monika Klutzny hat verschiedene Jugendbücher gelesen und sich dabei über die Qualität der angebotenen Identifikationsfiguren für Mädchen Gedanken gemacht. Im Roman "Elske" von Cynthia Voigt hat sie endlich die "großartige Identifikationsfigur" gefunden, die sie sich in der Mädchenliteratur wünscht. Im fiktiven Reich der Kväneric ist Elske vom rituellen Opfertod bedroht und muss fliehen, doch auch in der zivilisierten Welt in der Stadt Trastad wird Gewalt ausgeübt, wenn auch in weniger offensichtlicher Form, erzählt die Rezensentin aus dem Inhalt. Sie ist begeistert, dass hier "jenseits gängiger Klischeevorstellungen" mit der Protagonistin Elske, deren Stärken in Besonnenheit, Klugheit und Mut liegen, eine junge Frau beschrieben wird, die "psychologisch überzeugend" dargestellt ist.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Elfriede Jelinek: Unter Tieren Die Wege des Geldes sind unergründlich. Trotzdem bestimmt es unser Leben, also verfolgt Elfriede Jelinek hartnäckig seine Spur. Von der Bibel bis zu René Benko, von blanker… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…