Cornelia Zetzsche (Hg.)

Zwischen den Welten

Geschichten aus dem modernen Indien
Cover: Zwischen den Welten
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2006
ISBN 9783458173144
Gebunden, 716 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Sie sind Hindus, Moslems, Parsen, Christen oder Juden, gehören zur höchsten Kaste der Brahmanen oder zu den Unberührbaren. Sie kommen aus allen Teilen Indiens, leben in Delhi, Kalkutta, Bombay, Bangalore, Mysore, Ahmedabad und anderswo, sind Pendler zwischen den Welten wie Vikram Chandra oder Expatriates wie Shashi Tharoor. Sie erzählen von Brahmanen und Muslimen, von Benares und Bombay, schildern das Leben in den Städten und auf dem Land, berichten von Emigranten und von Zurückgekehrten. Es geht um Hochzeits- und Beerdigungsrituale, um Straßen- und Büroszenen, Arbeitskämpfe und Religionskonflikte, um den Unabhängigkeitstag, die Teilung Indiens oder um ein Leben zwischen den Kulturen. Oft ist von der Einsamkeit im Milliardenland die Rede, und immer wieder steht die Familie als Spiegel der Gesellschaft im literarischen Fokus.
Über 50 Autoren und Autorinnen, vielfach mit den höchsten Literaturpreisen Indiens ausgezeichnet, sind in diesem Band mit Erzählungen, Romanauszügen und Gedichten aus elf Landessprachen vertreten. K. Satchidanandan, Lyriker und Präsident der Sahitya-Literaturakademie, schrieb das Vorwort zu dieser Anthologie. Kurzporträts charakterisieren die Autoren und skizzieren den Kontext ihrer Arbeit im literarischen Leben und im indischen Alltag.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 04.10.2006

Sarah Elsing stellt anerkennend fest, dass die Anthologie mit Prosatexten und Gedichten von über 50 indischen Autoren einen faszinierenden Einblick in das vergangene und moderne Indien bietet. Die Texte ergeben ein faszinierendes Panorama der großen Vielfalt von Sprachen, Religionen und Traditionen, die in Indien nebeneinander existieren, und das jenseits der bekannten "Bollywood"-Klischees, so die Rezensentin beglückt. Plastisch entsteht so vor den Augen der Leser ein komplexes Bild von Indien, in dessen Mittelpunkt häufig die "tiefe Einsamkeit" des Einzelnen inmitten eines von Menschenmassen geprägten Kontinents steht, so Elsing sehr angetan.
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