Claus-Steffen Mahnkopf

Die Kunst des Komponierens

Wie Musik entsteht
Cover: Die Kunst des Komponierens
Reclam Verlag, Stuttgart 2022
ISBN 9783150113554
Gebunden, 238 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Wie entsteht Musik? Das Buch  erzählt ohne Notenbeispiele, wie die Musik in die Welt kam und wie neue Musik entsteht. Er räumt auf mit Klischees vom Geniekult und schlichtem Handwerk und zeigt die Vielfalt der Herangehensweisen an Beispielen wie Mozart und Beethoven. Pop und Jazz entstehen ganz anders als "klassische" Werke. Mahnkopf zeigt, wie sich das "Berufsbild" des Komponisten entwickelte, wie musikalischer Fortschritt entsteht und wie eine Musik der Zukunft aussehen könnte.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.12.2022

"Anregend und streitbar" lautet Andreas Meyers Fazit zu Claus-Steffen Mahnkopfs Buch über das Komponieren. Denn zum einen schätzt der Rezensent und studierte Musikwissenschaftler die "Insider"-Einblicke, die der Professor für Komposition in Leipzig seiner Leserschaft gewährt: Mitten aus der Praxis und mit vielen guten Beispielen unterfüttert ist, was Mahnkopf etwa über die Arbeitsteilung beim Komponieren, über den problematischen Geniekult oder über die Werdegänge seiner Absolventen schreibt, und zwar auf ausgesprochen verständliche und unterhaltsame Weise, wie der Kritiker lobt. Auch die Ausflüge in andere Gebiete wie Filmmusik, Malerei oder Philosophie schätzt er. In anderen Belangen ist ihm die Autorenperspektive dann aber doch etwas zu eingeschränkt auf ein eher altmodisches Bild vom Komponisten mit Stift und Papier am Schreibtisch - moderne Phänomene wie Kompositionsprogramme würden eher "pflichtschuldig" erwähnt statt wirklich thematisiert, und den Erfolg von Pop-Ikonen wie Lady Gaga auf deren "sexyness" zu reduzieren, findet der Kritiker "unterkomplex". Nichtsdestotrotz ein sehr informiertes Buch auch für Laien, so Meyer.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.12.2022

Claus-Steffen Mahnkopf ist einer von wenigen Generalisten - und das ist gut so, lobt Rezensent Wolfram Goertz den als temperamentvollen und selbstbewussten beschriebenen Leipziger Professor für Komposition. Mahnkopfs Musikwelt reicht von Händel über Morricone bis zu Miles Davis, er rümpft beim Schlager aber die Nase - was Goertz bedauert. Es bleiben: Sinfonien, Lieder, Opern, Oratorien, Gregorianischer Choral, Bordunbässe, Ars subtilior, Vokalpolyphonie, Streichquartett, Musikdrama, Zwölftontechnik: Klug und anschaulich bewegt sich Mahnkopf in der Welt der Musik, schaut dabei gut informiert in die Köpfe der Komponisten und auch bei der bildenden Kunst vorbei, lobt der Kritiker. Ein Wermutstropfen: Die Frage, wo genau Kunst beginnt und wo sie aufhört, beantworte auch dieser Generalist nicht.

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