Claude W. Sui, Alfried Wieczorek

Helmut Gernsheim

Pionier der Fotogeschichte
Cover: Helmut Gernsheim
Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2003
ISBN 9783775713801
Gebunden, 376 Seiten, 39,80 EUR

Klappentext

Text von Hubertus von Amelunxen, Allan D. Coleman, Charles Grivel, Ulrich Keller, Claude W. Sui und anderen. Helmut Gernsheim (1913-1995) gilt als Pionier der Fotogeschichte, denn sehr früh erkannte er die Fotografie als autonomes künstlerisches Medium und widmete sich mit großer Kennerschaft ihrer wissenschaftlichen Erforschung. 1945 legte er den Grundstein zu der inzwischen weltberühmten Gernsheim Collection: Er entdeckte vergessene Meisterwerke aus der Frühgeschichte der Fotografie und spürte das älteste erhaltene fotografische Bild von 1826/27 auf. Seit diesem sensationellen Fund gilt Nicephore Niepce und nicht Louis Jacques Mande Daguerre als der Erfinder der Fotografie. Bereits seit Anfang der fünfziger Jahre organisierte er Fotoausstellungen; 1955 erschien sein monumentales Hauptwerk Geschichte der Photographie, das in viele Sprachen übersetzt wurde. Seit 2002 ist der zeitgenössische Teil der Gernsheim-Fotosammlung, dazu seine eigenen Fotos, der gesamte Nachlass sowie seine umfangreiche Bibliothek in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen beheimatet. Zum 90. Geburtstag von Helmut Gernsheim erscheint dieses Buch über sein Werk als Fotohistoriker, Sammler und Fotograf, das einen einzigartigen Blick auf die Fotografie des 20. Jahrhunderts und eine wertvolle Basis für internationale Forschungen zur Fotogeschichte bietet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.11.2003

Nach dem Tod des großen Pioniers der Fotogeschichte Helmut Gernsheim wurde sein gesamter Nachlass auf drei Museen verteilt, erklärt der mit "G.K." zeichnende Rezensent. Mit einer Ausstellung und dem vorliegenden dazugehörigen Band, so der Rezensent, bedankt sich das neu gegründete Forum Internationale Fotografie in Mannheim für die Gernsheimsche Schenkung, die die "zeitgenössische Sammlung mit der Foto-Bibliothek, den gesamten schriftlichen Nachlass und das eigene fotografische Werk Gernsheims" umfasst, und würdigt ihn als "Theoretiker, Archäologen und Sammler des Mediums Fotografie". Der "gründlich erarbeitete, deutsch- englische" Band enthalte auch eine "Anthologie von Menschenbildern", die dem Rezensenten außerordentlich gut gefallen haben, gerade wegen ihrer alphabetischen Anordnung und der daraus entstehenden "Mischung von faszinierender zeitlicher und thematischer Komplexität", in mitunter skurrilem Nebeneinander.

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