Rolf Vollmann zeigt sich ergriffen: Am liebsten würde er das Erstlingswerk von Clarice Lispector (1925-1977), die es mit nur 19 Jahren schrieb, verschenken. Der autobiografisch geprägte Roman rekapituliert aus der Sicht einer mittelmäßig glücklich verheirateten jungen Frau die eigenen schwierigen Kindheits- und Jugendjahre in Brasilien. Dabei überschneiden sich Erinnerung und Gegenwart, geraten miteinander in Konflikt und nähren die unstillbare Sehnsucht der Erzählerin "nahe dem wilden Herzen des Lebens" zu sein, wie es im titelgebenden Joyce-Zitat heisst. Ein Buch, das zur "Freiheit entführe" und den Rezensenten in seiner schwebenden und dringlichen Haltung zur Wahrheit und zum Geheimnis in manchem an Undine Gruenter erinnert hat.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…