Hatje Cantz Verlag, Berlin 2026
ISBN
9783775761802 Gebunden, 928 Seiten, 250,00
EUR
Klappentext
Mit 3.600 Farbfotos. Mit Texten in englischer Sprache von Francesca Alfano Miglietti, Laura Cherubini, Carolyn Christov-Bakargiev, Giacomo Marramao, Hans Ulrich Obrist, Andrea Viliani. Dieses Werkverzeichnis des italienischen Künstlers Fabio Mauri (1926-2009) umfasst einen einleitenden Essay der Herausgeberin Carolyn Christov-Bakargiev und Abbildungen von über 3.600 Werken mit ausführlichen Bildunterschriften und ist damit die bislang umfassendste Studie zum Gesamtwerk des Künstlers. Fabio Mauri, einer der führenden Vertreter der italienischen Avantgarde der Nachkriegszeit, war eine facettenreiche Persönlichkeit - bildender Künstler, Schriftsteller, Lehrer, Verleger und Intellektueller -, dessen Werk sich durch seine prophetischen Einsichten in die Macht des Bildschirms in der heutigen Gesellschaft und seine Forschungen zu Ideologie, Erinnerung und Manipulation auszeichnet. Anfang der 1940er Jahre gründete er mit Pier Paolo Pasolini die Literaturzeitschrift Il Setaccio, gut 25 Jahre später die Kulturzeitschrift Quindici. Als Künstler lehrte er jahrzehntelang an der Akademie in L'Aquila. 2009 wurde ihm der Verdienstorden der Italienischen Republik verliehen.
Astrid Kaminski bespricht den von Carolyn Christov-Bagargiev herausgegebenen Band über den italienischen Künstler und Antifaschisten Fabio Mauri vor dessen Erscheinen im Print. Bisher ist das um Essays und Bild- und Videomaterial bereicherte Werkverzeichnis nur online zu bestaunen, erklärt Kaminski. Zu erfahren ist laut Rezensentin, wie Mauri lebenslang gegen das Vergessen des faschistischen Terrors und des Holocaust anarbeitete, wie er beständig fragte, wie es zum Kippen der deutschen Kultur kommen konnte und ob es wieder geschehen könnte. Rezepte und Anweisungen bieten allerdings weder der Künstler noch das Buch, so Kaminski.
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