Christoph Roedig (Hg.), Ulrich Schop (Hg.)
Will ich da wohnen?
Zehn Fragen zur Architektur der Gegenwart

Jovis Verlag, Berlin 2026
ISBN 9783986123512
Gebunden, 256 Seiten, 38,00 EUR
ISBN 9783986123512
Gebunden, 256 Seiten, 38,00 EUR
Klappentext
Zwischen Normen, Technisierung und Kostendruck droht das Bauen zur reinen Funktionserfüllung zu werden. Wann aber fühlen wir uns in Räumen wohl? Warum bleiben die Wände mancher Neubauten nackt? Wie entwirft man eigentlich? Und: Gibt es eine Hölle für Architekten? Dieses Buch sucht Antworten auf große und Detailfragen der Gegenwartsarchitektur. Beiträge aus Praxis, Handwerk und Bewohnerschaft geben Einblicke in den Entwurfs-und Planungsalltag. Im Mittelpunkt stehen die Werke von roedig . schop architekten + partner, die den Berliner Wohnungsbau seit 25 Jahren mit einem konsequent nutzerorientierten Ansatz prägen. Jede Wohnung, so ihr einfacher, aber radikaler Anspruch, muss so gestaltet sein, dass auch die Entwurfsverfasser in ihr wohnen würden. Mit Beiträgen von Julia Dahlhaus, Ulrich Kuhnt, Alexander Schmid, Helga Schmidt-Thomsen, Andrea Roedig, Benedikt Crone, Thomas Sparr, Marc Richter und Gerd Brendel.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.11.2026
Regelrecht sehnsuchtsvoll bespricht Michael Mönninger die Werkmonografie, die die Architekten Christoph Roedig und Ulrich Schop herausgegeben haben. Roedig und Schop haben in Berlin vor allem für private Bauherren gebaut, die teils in Baugruppen zusammengefasst wurden. Dass die Bewohner selbst Bauherren sind, hält, lernt man in der Publikation, die Kosten klein. Mönninger schwärmt ansonsten vor allem von dem Stil, in dem die Architekten bauen. Bodentiefe Fenster und vielfältig nutzbare Gemeinschaftsräume zählen, meint er mit Blick auf die Publikation, zu den Vorzügen dieser Bauten, die stilistisch "zwischen Arte povera und Minimalismus" angesiedelt sind. Heute allerdings, seufzt der Rezensent, wären auch solche Projekte deutlich teurer, außerdem gibt es in Berlin schlicht zu wenig freigegebene Baufläche, die dann auch noch vor allem Wohnungsbaugesellschaften in städtischer Trägerschaft zugute kommen soll. Das Ergebnis: "Sehnsuchtsorte entstehen dadurch selten". Roedig und Schop zeigen in Mönningers Augen, dass es auch anders gehen könnte.
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