Das Handbuch "Burgen in Livland" ist eine aktuelle Synthese zur historischen Wehrarchitektur im heutigen Estland und Lettland. Darin wird eine Übersicht zu den mittelalterlichen Wehrbauten dieser Region an der nordöstlichen Grenze des westeuropäischen Kulturbereichs gegeben. Die Autoren gehen den Fragen nach der Genese, Entwicklung und Einbindung der dortigen Baukunst in den europäischen Kontext nach. Der zeitliche Schwerpunkt der Darstellung liegt zwischen dem späten 12. und der Mitte des 16. Jahrhunderts. Das Handbuch gliedert sich in drei Hauptabschnitte: Historische Einführung, Entwicklung und Merkmale der Burgenarchitektur, Katalogteil mit der Beschreibung von 110 Burgen. Der Band ist mit aktuellen Fotos, historischen Ansichten und Plänen reich illustriert.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2024
Rezensent Jan Brachmann schmökert in dem von Christofer Herrmann herausgegebenen Band, in dem die Forscher Alexander Baranov, Villu Kadakas, Juhan Kreem und Ieva Ose ihr Wissen über Geschichte, Funktion und Bau mittelalterlicher Burgen in Estland und Lettland mit der interessierten Leserin teilen. Bündig scheint dem Rezensenten im Band Dokument neben Bild neben Deutung zu stehen und Fragen zur Deutschordenstaatlichkeit zu klären, Verwaltungsstrukturen offenzulegen und "konzise" in Bautypen einzuführen. Anschaulich findet er die Geschichte Lettlands und Estlands präsentiert. Und sogar über die berühmten Steinmetze Tallins erfährt er Wissenswertes.
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