Mit Interviews von Tom Kummer. "Los Angeles, give me some of you! Los Angeles come to me the way I came to you, my feet over your streets,
you pretty town I loved you so much, you sad flower in the sand, you pretty town!"
Diese Zeilen erschienen gedruckt erstmals 1939. Ihr Autor, der Italo-Amerikaner John Fante, schrieb sie zu
Zeiten der großen Depression und dennoch gibt es auch Anfang 2019 keine bessere Beschreibung jener
Mythos gewordenen Stadt, die bis heute genauso ein Sehnsuchtsort für Glücksritter*innen aus aller Welt,
wie ein auf die Spitze getriebenes Zerrbild des Kapitalismus und des ewigen Entertainments geblieben ist.
Der mutmaßlich semi-autobiografische Roman "Ask The Dust" ist bis heute DER L.A.-Roman und wurde so
auch für Christian Werner zur Inspiration für seine eigenen semi-autobiografischen Betrachtungen der Stadt,
als er vor einigen Jahren anfing, beruflich regelmäßig nach Kalifornien zu reisen. Das Ergebnis seiner vielen
Streifzüge durch die Stadt: dieses Buch.
Rezensentin Mara Delius erinnern die Fotos und Fotogeschichten in dem Bildband von Christian Werner an das endzeitliche Element, das die Stadt Los Angeles entscheidend mitprägt und an die prinzipielle Anfangs- und Endlosigkeit, die der Besucher der Stadt erfährt, also buchstäblich, im Auto auf dem Freeway. Dem "Westküstenessenzialismus", der Idee von Transzendenz, kann sie beim Betrachten der Bilder prima nachspüren, beim Anblick von ein paar verdorrten Pflanzen, von abblätterndem Putz vor Palmenkulisse oder eben der Betonrampe eines Freeways. Das Offensichtliche in den Bildern, schwört sie, wirkt wie eine Erinnerung oder die Ahnung davon, das alles auch ganz anders sein könnte.
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