Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.03.2002
Richtig dankbar ist Alban Nicolai Herbst dem Autor: Einer, der es wagt! Ein lyrisches Innehalten nämlich, die "vollkommene Gegenbewegung zu MTV". Und gar nicht so übel, wie es aussieht. Das atmet, ist "mitunter großzügig und immer ausgesprochen formbewusst". Und dann stehen da Dinge, die Herbst einfach für zauberhaft hält, die ihn aufhorchen lassen und genau dadurch konkret werden. Eine bestimmte Heine-Paraphrase etwa, oder wenn Bezüge zu Celan und Hofmannsthal hergestellt werden. Gewiss, da ist auch Kitsch drin, Ungelenkes, und ein wenig altklug, ja, klingt es wohl auch manchmal, doch altklug, meint Herbst, "kann immer auch 'frühreif' bedeuten".
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