Aus dem Französischen von Anja Kootz. In "Groß werden" begleiten wir einen Jungen und seine Mutter auf ihrer Entdeckungsreise durch den Wald, wo sie in Erinnerung an den verstorbenen Großvater gemeinsam einen Baum pflanzen. Dieses einfühlsame Bilderbuch fängt die Schönheit und den Fluss des Lebens ein und lädt dazu ein, über die tiefe Verbundenheit zwischen Mensch und Natur nachzudenken.
Rezensent Siggi Seuß begibt sich mit Charles Berbérian und dessen Protagonisten, Mutter und Sohn, auf einen wunderbar lebendigen und tiefgründigen Waldspaziergang: In einem "betörend frühlingsfrischen Wald" sind sie unterwegs und sprechen über alles, was das Kind beschäftigt, wie zum Beispiel die Frage, ob Bäume auch heiraten und Kinder bekommen und ob der Wald wie eine große Familie ist. Seuß lobt den Zeichenstil Berbérians, der die Waldszenerien lebensnah zeigt, die Dialoge zwischen Mutter und Sohn aber in Schwarz-Weiß darstellt und damit eine schöne Spannung herstellt. Für den Kritiker ein äußerst gelungenes Bilderbuch.
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