Westend Verlag, Frankfurt am Main 2026
ISBN
9783987913440 Kartoniert, 160 Seiten, 18,00
EUR
Klappentext
In der Türkei tobt ein Gesellschaftskampf, der sich auch auf die in Deutschland lebenden Türkeistämmigen auswirkt. Tiefe Gräben trennen die verschiedenen Gesellschaftsgruppen voneinander: nationalistische Kemalisten, die einstige AKP-Basis der Partei Erdogans, Feministinnen, Kurden, Aleviten, Juden, Griechen, Armenier. Sie alle haben sich ihre eigenen, nebeneinander existierenden Realitäten geschaffen, leben in eigenen Stadtvierteln, schicken ihre Kinder auf unterschiedliche Schulen. Gleichzeitig gibt es Menschen, die diesen Kampf leid sind. Menschen, die ihre pluralistische Gesellschaft zum Strahlen bringen möchten, die das staatliche, von oben diktierte Geschichtsnarrativ ablehnen und an eine auf Solidarität aufbauende Gesellschaftsordnung glauben. Ihnen schenkt dieses Buch Gehör.
Ein starkes Buch über eine gespaltene Gesellschaft legt Ceyda Nurtsch, Journalistin und Islamwissenschaftlerin hier vor, findet Rezensentin Luise Sammann. Vom dichten, viel historischen Kontext liefernden Vorwort ist sie erstmal ein bisschen geplättet. Toll sind dann aber die folgenden, literarisch fein ausgearbeiteten Texte, die ganz unterschiedliche Menschen porträtieren. Eine Frau etwa, die der liberalen, freizügigen Türkei nachtrauert oder eine andere, die ihr Leben ganz der Religion widmet. Auch Angehörige ethnischer Minderheiten und ihre Versuche, sich mit dem Mainstream zu arrangieren, kommen vor. Was jedoch ausbleibt, sind die von Nurtsch versprochenen Hoffnungsschimmer - Menschen, die auf Versöhnung statt auf Spaltung setzen, sucht Sammann in diesem gleichwohl starken Buch vergebens.
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