Catherine Safonoff

Der Bergmann und der Kanarienvogel

Roman
Cover: Der Bergmann und der Kanarienvogel
Rotpunktverlag, Zürich 2015
ISBN 9783858696434
Gebunden, 176 Seiten, 22,50 EUR

Klappentext

Kanarienvögel reagieren schnell auf Veränderungen der Luft, daher wurden sie von den Bergleuten, sozusagen als Frühwarnsystem, in den Stollen mitgenommen. Gab es zu wenig Sauerstoff, hörten sie auf zu singen und fielen von der Stange. Mit ihrem Buch "Der Bergmann und der Kanarienvogel" begibt sich Catherine Safonoff auch unter Tage, hinein in das Bergwerk des Lebens. Radikal autobiographisch notiert sie alltägliche Begebenheiten, gekreuzt mit Rückblenden in die Vergangenheit und besonderen Lektüreerlebnissen. Der Handwerker im Haus, ein Sturz mit dem Velo in der Stadt, der Besuch des Enkels, der sich weigert, das Schreiben zu lernen, werden hier zu Momenten der Wahrheit, zur "Stunde der wahren Empfindung", wie es bei Peter Handke heißt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.05.2015

Claudia Mäder scheint hingerissen von Catherine Safonoffs autobiografisch grundierter Geschichte über eine ältere Dame, die sich in ihren Psychiater verliebt und darüber schreibt. Subtil und kritisch, mehrdimensional und dialektisch, melancholisch und schalkhaft und niemals kokett findet Mäder den Text, der in 81 kurzen Kapiteln, bestehend aus Gedanken, Erinnerungen und Alltagsepisoden, daherkommt, wie die Rezensentin erläutert. Dass die Autorin Verluste, um die es auch geht im Buch, eher als Leerstelle spürbar macht, als dass sie sie prahlerisch entblößte, scheint Mäder stark.
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