Mit 161 Schwarzweiß- und 145 Farbfotografien. Aus dem Französischen von Angela Wagner. "Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn" - seit Jahrhunderten ist Italien das klassische Ziel legendärer Reisen. Wer dem grauen Himmel Nordeuropas entfliehen wollte, geriet ins Schwärmen, als er die Schönheit der oberitalienischen Seen erblickte, als er die Kunstschätze von Venedig, Florenz, und Rom entdeckte, Pompeji besichtigte und Sizilien in Augenschein nahm. Dieser opulent ausgestattete Band lässt die goldene Zeit der Italienreisen wieder lebendig werden, als noch niemand vom Massentourismus sprach. Eine Fülle nostalgischer Fotos und Faksimiles erweckt in jedem Italienliebhaber die Sehnsucht, sich dem Genuss der grandiosen Landschaften und antiken Bauwerke hinzugeben. Reisen Sie mit: von den Dolomiten über Rom bis nach Sizilien, von Triest über Venedig bis nach Otranto.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Es ist ein Coffee-Table-Book. Es macht sich hervorragend in einem Wintergarten auf einem kleinen Marmortischchen. Wer gleich für Gesprächsstoff sorgen möchte, der lässt die Seiten 208-209 aufgeschlagen liegen. Sepiabraun liegt dann der fotografisch festgehaltene Vesuvausbruch von 1872 vor dem Betrachter. Wer zurückblättert, der findet einen kleinen Text von Blaise Cendrars aus dem Jahre 1948: "Ich sitze hinter der Landzunge des Posilip, unter einer Weinlaube im Garten eines Gasthofs in Pozzuoli. Ich trinke. Ich esse. Ich rauche. Ich rauche. Im Vorhafen schaukelt eine an einer Boje festgemachte Barke mit fremdländischer Takelage. Das Meer liegt einsam da; das Meer, das an den Kiesstrand klatscht; das Meer, das die fünf Teile der Welt einhüllt. Die Zeit vergeht. Ich esse, ich rauche, ich trinke und forsche am Horizont. Am Horizont ist das Meer nur noch ein dunkler Streifen. Ich trinke. Der Wein aus Pozzuoli ist gut, dick und dunkel wie Druckerschwärze." Wer das liest, spürt ein Gefühl der Seligkeit in sich aufsteigen. Er wird weiterlesen in diesem Buch, das also gar kein Coffee-Table-Book ist, sondern eine süchtig, eine sehnsüchtig machende Droge... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.05.2005
Gekommen waren sie alle: Der Herr Goethe natürlich, Chateaubriand, Stendhal, Somerset Maugham und Johann Gottfried Seume sogar zu Fuß. Die Rede ist natürlich von Italien, dessen berühmtesten Besuchern dieser Band folgt. Den besonderen Charme des Buches macht Stefan Fischer darin aus, dass es sich um eine Übersetzung aus dem Französischen handelt: Das erspare einem die "zahllosen, sattsam bekannten" Goethe-Zitate.
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