Technik wird im 20. Jahrhundert zu einer Leitvorstellung der gleichermaßen von Zukunftsängsten und Zermalmungslust heimgesuchten Literaturszene. Das Spektrum der Positionen reicht von strikter Verweigerung bis zu dem Versuch, Technik und Kultur miteinander zu versöhnen. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung stehen die Technikdiskure in der Weimarer Republik, im "Dritten Reich" und in der DDR. Carl Wege zeigt, wie technische Denkfiguren in verschiedenen gesellschaftlichen Kontexen auf je unterschiedliche Weise in literarische Texte Einzug halten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.07.2001
Christoph Albrecht geht in seiner Rezension nur sehr begrenzt auf das vorliegende Buch ein, referiert dafür aber umso eifriger über Funktionalismus, Neue Sachlichkeit, Bauhaus-Möbel und Technik-Literatur. Ob bzw. inwiefern der Rezensent diese Kenntnisse aus dem vorliegenden Buch gewonnen hat, wird dabei nicht deutlich. Zu Wege sagt er lediglich, dass sich dieser "im wesentlichen auf (...) Gebrauchsliteratur, weniger auf (...) Klassiker" beziehe und auch auf die Nazi-Zeit und die "Literatur der deutschsprachigen Schweiz und der DDR" eingeht. Zum Buch wird dann nur noch angemerkt, dass u. a. eine Denkschrift zitiert wird, die "'erstmals in der Geschichte des Abendlands' das Anlegen von Stauseen theologisch begründet" wird. Darüber hätte der Leser dann doch gerne mehr erfahren... .
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…