Aus dem Italienischen von Ingrid Ickler. Auf einem waldigen Hügel außerhalb von Genua wird die übel zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Haben die Wölfe, die erst vor Kurzem in der Gegend gesichtet wurden, den alten Geldverleiher zerfleischt? Zwei Jahre vor seinem Tod hatte der Rentner noch eine Lebensversicherung über eine Million Euro abgeschlossen, deren einzige Begünstigte seine junge Ehefrau zu sein scheint. Doch die Versicherungsgesellschaft glaubt nicht an einen Unfall und heuert Privatdetektiv Bacci Pagano an, um die hübsche Witwe des Mordes zu überführen. Bei seinen Ermittlungen im schwülen Genua muss sich Pagano zügeln, bei der Sache zu bleiben, statt sich in alten Bekanntschaften und neuen Versuchungen zu verlieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.11.2026
Rezensent Hannes Hintermeier hat nichts gegen die Kochrezepte und das Sightseeing in Bruno Morchios wiederaufgelegtem Genua-Krimi von 2004. Das Buch passt für ihn wie aufs Auge in das Genre des Destinationskrimis. Genua also und ein Mozart hörender, Vespa fahrender, mit dem Kommunismus sympathisierender Privatdetektiv mit Hang zu Trenette al pesto, der in einem Mord- und in einem Bertrugsfall ermittelt. Für Hintermeier geht das in Ordnung, auch wenn er mitunter das Bemühen des psychotherapeutisch geschulten Autors spürt, die Figuren möglichst genau zu zeichnen, und die Spannung manchmal dem Lokalkolorit untergeordnet wird. Für einen Besuch in Genua allemal gute Begleitlektüre, findet Hintermeier.
Juli Zeh: Pony Show Eine prominente Verlegerin unter Mordverdacht. Ein spektakulärer Schwurgerichtsprozess. Und die Frage: Wie verhandelbar ist die Wahrheit? Sie ist über fünfzig, verheiratet… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Botho Strauß: Bleiben und Blicken In Botho Strauß' neuem Buch geht es um die Zeit und ihr Vergehen, um den Zauber der Kunst, um das Originale und das Eigentliche. Vor allem sind es Begegnungen und Nichtbegegnungen,… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren…