Breyten Breytenbach, Südafrikas bekanntester Dichter, reist nach Jahren des Exils zurück in seine Heimat, ins Herzland der Buren. In seinem Buch mischen sich Traum und Erinnerung, komische und grausige Anekdoten, grandiose Landschaftsbeschreibungen und anrührende Porträts der unterschiedlichsten Menschen. Ein Einblick in ein zwiespältiges Land, der unter die Haut geht.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.1999
Egon Schwarz vergleicht Breytenbachs neues Buch mit Rainer-Maria Rilkes "Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge": Hier wie dort handle es sich um eine Zusammenstellung kurzer, oft hermetischer Prosastücke. Hier wie dort gebe es eine Freude an "extravaganten Metaphern". Damit endet die Vergleichbarkeit: Breytenbach schreibe nicht als dekadenter Aristokrat. Ganz anders als bei Rilke sind die Trockenheit der afrikanischen Landschaft und die Gewalt der Gesellschaft, die Breytenbach in "grotesken Geschichten" erzähle. Schwarz zeichnet in seiner sehr wohlwollenden Kritik nach, wie Breytenbach unter der scheinbaren Buntscheckigkeit der südafrikanischen Gesellschaft die "grundlegende Gleichheit" betont: Braun seien die Südafrikaner alle, ob von Geburt oder von der Sonne.
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