Liegt eine Ursache der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland in der Höhe der Lohnansprüche der Arbeitslosen? Dieser Frage geht die Studie anhand empirischer Untersuchungen nach. Sie zeigt, dass die Lohnansprüche in Deutschland - auch im internationalen Vergleich - insgesamt hoch sind. Dies trifft insbesondere auf Personen mit geringer Ausbildung zu. Ursächlich hierfür ist der zum Teil geringe Abstand zwischen Löhnen und Sozialleistungen. Die Analysen belegen, dass die hohen Lohnansprüche in der Tat die Arbeitslosigkeitsdauer verlängern und dass die Hartz-IV-Reformen die Lohnansprüche nur unwesentlich absenken und somit kaum zur Verringerung der Arbeitslosigkeit beitragen werden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.11.2005
Sven Astheimer hat in diesem Buch über die Lohnerwartungen von deutschen Arbeitslosen "teilweise überraschende Erkenntnisse" gewonnen. Eine öffentliche Debatte über "Lohnansprüche" werde zwar geführt, bisher hätten aber keine "empirischen" Untersuchungen dazu vorgelegen, so der Rezensent, der es deshalb begrüßt, dass das vorliegende Buch diese Lücke schließt. Der Autor Björn Christensen kommt darin zu dem Schluss, dass die Lohnerwartungen von Arbeitslosen hierzulande auch im internationalen Vergleich zum Teil erheblich überzogen sind und dies ihre Chancen, wieder Arbeit zu finden, deutlich verringert, fasst der Rezensent zusammen. An Lösungen für dieses Problem bietet der Autor zwar "wenig Neues" an, räumt Astheimer ein, doch das ist auch gar nicht das Ziel dieses Buches, das mit "logischer Argumentation überzeugt", wie er lobt. Bei aller "Provokation", die die Erkenntnisse des Autors enthalten, stellt die Studie einen "wichtigen Beitrag" zur aktuellen Debatte um die Reformen des Sozialstaates dar, so Astheimer eingenommen.
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