Birte Müller, Marie-Therese Schins

Eine Kiste für Opa

(Ab 4 Jahre)
Cover: Eine Kiste für Opa
Aufbau Verlag, Berlin 2008
ISBN 9783351040888
Gebunden, 32 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Opa Mensah aus Ghana erzählt seinem Enkelsohn Kofi, dass er eine Kiste braucht für die"große Reise". Aber was meint Opa? Darf Kofi nicht mitkommen? So ist es, denn Opa ist alt und muss diese Reise irgendwann allein antreten. Doch davor werden sie gemeinsam losgehen, um für Opa eine passende Kiste zu suchen. Das stellt sich als schwieriger heraus als angenommen, denn Opa ist sehr wählerisch. Kofi hingegen sprudelt nur sovor Ideen: Die Kiste könnte die Form eines Huhns oder eines Krebses haben oder die eines Busses oder Bootes. Am Ende entscheiden sie sich gemeinsam für eine Kiste, die genau die richtige sein wird.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 03.01.2009

Angetan zeigt sich Rezensent Harald Eggebrecht von Marie-Theres Schins' Kinderbuch "Eine Kiste für Opa", das sich mit der Frage nach dem Tod auseinandersetzt. Die Geschichte über den kleinen Afrikaner Kofi und seinen Opa Mensah, der weiß, dass er bald sterben wird, weswegen sich die beiden auf die Suche nach einem geeigneten Gefährt für die letzte Reise machen, lobt er als "kindhaft direkt" und zugleich so "anspruchsvoll" erzählt, "dass immer ein Imaginationsüberschuss bleibt." Gefallen haben ihn auch Birte Müllers Illustrationen, die ihn in ihrer "raffinierten und witzigen Einfachheit" an afrikanischen Kinderzeichnungen erinnern.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 13.03.2008

Großen Eindruck hat dieses Bilderbuch über den Tod auf Rezensent Bruno Blume gemacht: die lebensfrohe Geschichte insgesamt, besonders jedoch die "herrlich farbigen" und dabei auf Stempelbild-Format reduzierten Illustrationen von Birte Müller. Der "einfache dialogische" Text Marie-Therese Schins ist aus Sicht des Rezensenten zwar sehr altersgemäß, klingt aber gelegentlich eine Spur zu bemüht. Beim Betrachten dieses Buch, in dem ein afrikanischer Großvater seinen Enkel in Vorbereitungen für seinen Tod einbezieht, stellte sich dem Rezensenten auch die Frage, warum der Tod nur in fremden Kulturen so locker behandelt wird.